Ausgabe Juni 2015

Kurzgefasst

Thomas Gebauer: Hoffen und Sterben. Flucht und Abschottung in Zeiten globaler Krisen, S. 41-49

Weltweit befinden sich derzeit knapp 300 Millionen Menschen auf der Flucht. Thomas Gebauer, Psychologe und Geschäftsführer von „medico international“, analysiert die Ursachen von Migrationsbewegungen und zeigt, dass die Globalisierung die Gräben zwischen dem globalen Süden und Norden weiter vertieft. Daraus resultiert die moralische Pflicht Europas, sich der Menschen in Not anzunehmen und das Arendtsche Diktum vom Recht auf Rechte zu verwirklichen.

Stefan Welzk: Gegen die Wand: Das Modell Deutschland 2015, S. 51-58

Sinkende Staatsverschuldung, steigende Löhne, Weltspitze bei den Exportüberschüssen und eine brummende Industrie – das „Modell Deutschland 2015“ scheint gut zu funktionieren. Eine diametral entgegengesetzte Sicht nimmt der Journalist und Wirtschaftswissenschaftler Stefan Welzk ein. Er verweist auf die zunehmende Ungleichverteilung der Privatvermögen, auf fehlende Investitionen der öffentlichen Hand und auf die Ausweitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse.

Karl-Rudolf Korte, Claus Leggewie und Marcel Lewandowsky: Partei am Scheideweg: Die Alternative der AfD, S.

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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