Der blutige Krieg, den das Putin-Regime in der Ukraine entfesselt hat, ist nicht nur ein Massenmord an Menschen. Er zerstört nicht nur die Infrastruktur, die Wirtschaft und die Kulturobjekte dieses wunderbaren Landes. Er versetzt auch der Zukunft Russlands einen schweren Schlag.
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Frankreich: Eine hart erkämpfte Atempause
Das Schlimmste ist Frankreich und Europa erspart geblieben – zumindest vorerst. Statt wie allgemein erwartet seinen Wahlsieg feiern zu können, musste sich der Rassemblement National am Abend des 7. Juli mit dem dritten Platz bescheiden.
Starmers Versprechen: Dienen statt lügen
Die Tories wurden krachend abgewählt. Doch Starmers Wahlsieg ist keine endgültige Absage an den Rechtspopulismus, sondern eher eine Art Atempause, nach der der Wahnsinn der Brexit-Jahre jederzeit wieder neu ausbrechen kann.
Über die »Blätter«
Die »Blätter« sind die meistgelesene politische Monatszeitschrift im deutschen Sprachraum. Auf 128 Seiten kommentieren und analysieren die Autorinnen und Autoren das politische Geschehen in Deutschland und der Welt – jenseits des herrschenden Mainstreams. Jetzt abonnieren!
Aktuelle Ausgabe August 2024
In der August-Ausgabe analysieren Adam Serwer, Jon D. Michaels und Bill McKibben, was der Welt unter Trump II und seinem »Project 2025« droht: ein über dem Gesetz stehender Präsident, der autoritäre Umbau des Staates und irreparabler Schaden für das Weltklima. Fast drei Jahrzehnte nach dem Genozid von Srebrenica warnt Marion Kraske vor dem Wiederaufleben völkermörderischer Ideologien in Serbien. Winfried Nachtwei bilanziert das kollektive Scheitern des Westens in Afghanistan. Peter Reif-Spirek ergründet die Folgen des zu erwartenden Rechtsrucks bei den Landtagswahlen in Thüringen. Heike Kleffner und Matthias Meisner beleuchten den unterschätzten Einfluss rechtsextremer Netzwerke in den Sicherheitsbehörden. Und 55 Jahre nach dem Tod Adornos zeichnet Jörg Später das erfolgreiche Scheitern der Frankfurter Schule nach.
Kein Plan, kein Vertrauen: Europas Afrikapolitik
Der Krieg in Gaza hat das Bild Deutschlands in Nordafrika verändert. Vor deutschen Botschaften wird demonstriert, deutschen politischen Stiftungen von lokalen Nichtregierungsorganisationen die Zusammenarbeit aufgekündigt, und das Goethe-Institut in Tunesiens Hauptstadt Tunis wurde mit Hakenkreuz und Davidstern beschmiert.
Die Aktualität des Grauens: 30 Jahre Völkermord in Ruanda
30 Jahre nach dem Völkermord an den Tutsi in Ruanda besteht die Sorge, dass sich erneut »Hass und Gewalt im großen Stil in einem Völkermord entladen« könnten. Doch auch heute zögert die Internationale Gemeinschaft, aktiv einzugreifen.
Krieg im Sudan: Deutschlands verdrängte Verantwortung
Die Horrornachrichten aus dem Sudan halten an, dringen jedoch kaum durch, obwohl es sich nach Angaben der Vereinten Nationen weltweit um die aktuell größte humanitäre Krise handelt. Von den rund 51 Millionen Menschen im Sudan ist fast die Hälfte dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Einlullen, verschleiern, Zweifel säen
Wir leben in einer Welt, in der eine vergleichsweise kleine Gruppe von Personen, Unternehmen und Institutionen große Macht ausübt – allen voran die Öl-, Gas- und Kohlebranche, aber auch diesen Branchen gewogene, mit ihnen finanziell verbundene, von ihnen finanzierte oder korrumpierte Medienunternehmer, Politikerinnen und Politiker.
Welterfahrung und Weltzerstörung
Die massive Ausweitung des Massentourismus verschärft die Klimakrise – vor allem zu Lasten jener Bewohner des Globalen Südens, die selbst nicht reisen können. Daher muss sich das Reisen radikal ändern.
In den Medien
Dokumente
»Die Energie, die Biden für einen Wahlkampf und eine weitere Amtszeit benötigt, ist nicht mehr vorhanden«
Offener Brief von 24 ehemaligen US-Parlamentariern, 12.7.2024 (engl. Original)
»Ihre Stimme verpflichtet uns alle, dem Moment gerecht zu werden. Zusammenzuarbeiten«
Stellungnahme des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, 10.7.2024 (franz. Original)
»Der Tod weiterer palästinensischer Kinder aufgrund von Unterernährung lässt keinen Zweifel daran, dass im Gazastreifen eine Hungersnot herrscht«
Pressemitteilung der UN, 9.7.2024 (engl. Original)
»Die Auslieferung einer Person mit deutscher Staatsangehörigkeit nach Ungarn ist nicht hinnehmbar«
Offener Brief der Bundesrechtsanwaltskammer, 8.7.2024
»Wir sollten uns niemals an das Leid, das Flüchtende und Migrant:innen erleben, gewöhnen oder es akzeptieren«
UN-Bericht über Misshandlung, Schutz und Gerechtigkeit auf Routen zwischen Ost- und Westafrika sowie der afrikanischen Mittelmeerküste, 5.7.2024 (engl. Original)
Zurückgeblättert
Viel zu früh, mit gerade einmal 40 Jahren, starb am 21. Mai der vielfach begabte Politologe und Psychologe, Coach, Buchautor und Science-Slam-Preisträger Moritz Kirchner. Genau zehn Jahre zuvor hatte er in seinem ersten »Blätter«-Artikel hellsichtig den Pro-Russland-Irrweg der Wagenknecht-Fraktion kritisiert.
Edition Blätter
Ein historischer Untoter ist zurück. Heute reicht es nicht mehr, vor dem erstarkten Rechtspopulismus zu warnen. Vielmehr droht eine viel größere Gefahr: die Wiederkehr des Faschismus in modernisierter Form. Trump, Putin, Höcke und andere Autoritäre verbindet bei allen Unterschieden eins: der radikale Angriff auf die Demokratie. Das vorliegende Buch analysiert den globalen Rechtsruck und fragt nach Gegenstrategien.
Mit Beiträgen von Seyla Benhabib, Micha Brumlik, Norbert Frei, Oskar Negt, Ágnes Heller, Jürgen Habermas, Paul Mason, Arundhati Roy, Luiz Ruffato, Irina Scherbakowa, Quinn Slobodian, Rebecca Solnit, Timothy Snyder und vielen anderen.
