Bild: Symbolbild: Kämpfende Roboter (IMAGO / Xinhua)
Alle Jahre wieder stellen Unternehmen und schließlich auch Regierungen fest, wie abhängig die industrielle Produktion nicht nur von bestimmten Rohstoffen ist, sondern auch von wenigen Lieferanten. Noch bis 2021 bezog Deutschland mehr als die Hälfte der Gasimporte aus Russland. Erst als russische Truppen im Februar 2022 auf Kiew zumarschierten, begann die hastige Suche nach Alternativen. Zuletzt rückten andere Rohstoffe – und ein anderes Land – in den Fokus: Seltene Erden aus China. Im Frühjahr 2025 kündigte die chinesische Regierung Exportkontrollen für sieben der 17 Elemente an, die zu den »Metallen der Seltenen Erden« zählen. Sie stecken in zahlreichen Technologien, etwa in Permanentmagneten, die die Leistung von E-Autos und Windrädern steigern und somit für die Energiewende von zentraler Bedeutung sind. 2024 deckten deutsche Unternehmen etwa 65 Prozent ihres Importbedarfs aus China; bei einzelnen Metallen wie Neodym, Praseodym und Samarium liegt die Abhängigkeit bei bis zu 98 Prozent. Denn auch wenn ihre Vorkommen gar nicht so »selten« sind, wie es der Name suggeriert, entfallen rund 70 Prozent der globalen Förderung und 90 Prozent der Raffination auf China.
Bei Exportkontrollen klingeln da schnell die Alarmglocken. Die »Süddeutsche Zeitung« titelte im Sommer 2025 von der »Erpressung der Welt« und bezeichnete Seltene Erden als »geopolitische Munition, mit der Peking dem Westen den Hahn zudreht«.