Stabilität auf fremde Rechnung
Donald Trump und Xi Jinping sprechen von strategischer Stabilität. Doch gemeint ist keine neue Kooperation zwischen den USA und China, sondern die vorläufige Einhegung ihrer Rivalität.
Donald Trump und Xi Jinping sprechen von strategischer Stabilität. Doch gemeint ist keine neue Kooperation zwischen den USA und China, sondern die vorläufige Einhegung ihrer Rivalität.
Europas Lage ist prekär: Während Russland keinerlei Friedenswillen zeigt, untergräbt Donald Trump die abschreckende Wirkung der Nato. Gleichzeitig wächst die wirtschaftliche Abhängigkeit Europas vom autokratischen China.
Alle Jahre wieder stellen Unternehmen und schließlich auch Regierungen fest, wie abhängig die industrielle Produktion nicht nur von bestimmten Rohstoffen ist, sondern auch von wenigen Lieferanten.
Die zweite Amtszeit Donald Trumps steht auch für einen neuen Imperialismus dreier aggressiver Mächte, der USA, Russlands und Chinas. Dabei rekurrieren alle drei auf die unterschiedlichen Linien ihrer je eigenen imperialen Geschichte.
China versucht, sich auf internationaler Bühne als Anwalt des Globalen Südens und als Friedensmacht zu präsentieren. Europa sollte einen illusionslosen und differenzierten Blick auf Pekings Friedensofferten entwickeln.
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und Chinas militärische Drohkulisse vor Taiwan – die Herausforderungen durch autoritäre Mächte nehmen zu. Unser Wissen über diese Regime, argumentieren die Historiker Martin Wagner und Sören Urbansky, hält damit jedoch nicht Schritt.
Als Donald Trump am 2. April überraschend den „Liberation Day“ ausrief und drastische Strafzölle gegen China sowie zahlreiche weitere Handelspartner verhängte, traten die sino-amerikanischen Beziehungen in eine gefährliche Eskalationsspirale ein. Trumps Schritt markierte den neuen Kulminationspunkt seiner erratischen, transaktionalen Außenpolitik.
In wenigen Tagen kommt die Weltgemeinschaft in Baku zur 29. UN-Klimakonferenz zusammen. Zum Ende eines von Rekordtemperaturen, Hitzewellen, Überschwemmungen und Waldbränden geprägten Jahres soll in der Hauptstadt Aserbaidschans vom 11. bis zum 22. November über die Finanzarchitektur der internationalen Klimapolitik verhandelt werden.
Im Vorfeld der jüngsten Wahlen zum Europaparlament machte der nunmehr abgesägte Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland, Maximilian Krah, wiederholt mit seinen fragwürdigen Verbindungen zu chinesischen Akteuren Schlagzeilen. Krah pflegt seit Jahren Kontakte zu chinesischen Medien, welche dessen Distanzierung von der Politik Washingtons als willkommenes Zeichen eines möglichen „Dritten Weges“ Europas in der sich abzeichnenden Blockkonfrontation deuten.