Ausgabe Juni 1994

Umweltbewußtsein in Deutschland: Folgenlose Betroffenheit?

Anton-Andreas Guha hat Ende April dieses Jahres die Umweltbilanz nur einer Woche anhand der Seite „Aus aller Welt" in der „Frankfurter Rundschau" gezogen: Die Ozonschicht ist nicht nur dünner geworden, sondern das verstärkte UV-Licht schwächt auch das Immun-System; gleichzeitig nimmt das giftige, bodennahe Ozon immer mehr zu; Gift wird in Babynahrung gefunden und vor „frischem" Gemüse und Obst auf dem Markt gewarnt. Gift wird in Olivenölen nachgewiesen und Chemikalien im Brot; Bügelspray ist krebserregend, und 30 Millionen Deutsche leiden an Allergien; zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr durch Chemikalien; die Weltraumfähre „Endeavour" entdeckt, daß die Luft über der Nordhalbkugel noch dreckiger ist als befürchtet; Experten halten die Hochwasserflut für teilweise „hausgemacht"; dazu Schweinepest, Hühnerpest und Rinderwahnsinn.

Juni 1994

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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