1.1. - E U. In elf der 15 Mitgliedstaaten (vgl. "Blätter", 7/1998, S. 774) der Europäischen Union wird der EURO als gemeinsame Währung eingeführt, zunächst als Buchgeld, Banknoten sollen zum 1. Januar 2002 in Umlauf kommen. Dänemark, Großbritannien und Schweden haben sich einen späteren Beitritt vorbehalten, Griechenland hatte die Beitrittskriterien nicht erfüllt. - Am 4.1. übernimmt Bundesaußenminister Fischer von seinem österreichischen Amtskollegen Schüssel in Wien formell die Geschäfte des EU-Ratspräsidenten für das 1. Halbjahr 1999. Fischer erklärt bei dieser Gelegenheit, die Union dürfe kein westeuropäisches Projekt bleiben. - Am 11.1. macht die EU-Kommission ihren Antrittsbesuch bei der deutschen Ratspräsidentschaft in Bonn. Bundeskanzler Schröder sichert den Kommissaren und ihrem Präsidenten Santer die Unterstützung der Bundesregierung zu. - Am 12.1. erläutert Fischer dem Europäischen Parlament in Straßburg das Programm der deutschen Ratspräsidentschaft. Die Bundesregierung wolle die Verhandlungen über die "Agenda 2000" bis zum März d.J. erfolgreich abschließen und deutliche Fortschritte hin zu einer wirksamen Beschäftigungspolitik erzielen. - Am 14.1. lehnt das Parlament den Mißtrauensantrag gegen die EU-Kommission (vgl.
In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.