Ausgabe August 2001

Chronik des Monats Juni 2001

6.6. - Ö s t e r r e i c h. Außenministerin Ferrero-Waldner empfängt in Wien ihre Amtskollegen aus Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn zu einer Konferenz "Regionale Partnerschaft". Die beteiligten Länder mit zusammen 74,5 Mill. Einwohnern sollen den Kern einer künftigen Interessengruppe innerhalb der Europäischen Union bilden.

7.6. - G r o ß b r i t a n n i e n. Bei den von Premierminister Tony Blair vorzeitig angesetzten Parlementswahlen erhält die Labourpartei erstmals in ihrer hundertjährigen Geschichte ein parlamentarisches Mandat für eine zweite Amtszeit (vgl. "Blätter", 7/1997, S. 472). Labour verfügt im neuen Unterhaus (659 Sitze) über 413, gefolgt von den Konservativen mit 166 und den Liberalen mit 52 Sitzen. Die Wahlbeteiligung geht von zuletzt 72~/o auf rund 59% zurück. - I r l a n d. In einem Referendum wird der EU-Vertrag von Nizza von der Bevölkerung mit der klaren Mehrheit von 54% abgelehnt. Die Stimmbeteiligung liegt bei nur 33%. Der Vertrag kann nach seinem Wortlaut nur nach der Zustimmung aller 15 EU-Mitglieder in Kraft treten. - N A T O. Der amerikanische Verteidigungsminister Rumsfeld unterrichtet seine Amtskollegen in Brüssel über das geplante Raketenabwehrsystem der USA.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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