Ausgabe November 2001

Chronik des Monats September 2001

6.9. - M a z e d o n i e n. Das Parlament (116 Abgeordnete) stimmt in Skopje in erster Lesung den Verfassungsänderungen zugunsten der albanischen Minderheit mit 91 gegen 19 Stimmen bei zwei Enthaltungen zu.

7.9. - R u ß l a n d. Präsident Putin deutet in Moskau die Möglichkeit von Friedensgesprächen mit dem tschetschenischen Präsidenten Maschadow an. Voraussetzung sei, daß Maschadow auf die Unabhängigkeit der Kaukasusrepublik verzichte und alle Rebellen entwaffne.

10.9. - C h i n a. Der stellvertretende Ministerpräsident Qian Qichen legt auf einem Forum in Peking, das sich mit der Entwicklung Chinas im 21. Jahrhundert befaßt, detailliere Vorschläge zur Vereinigung der Volksrepublik mit der "abtrünnigen Provinz" Taiwan ("Republik China") vor. Grundthese sei: "Ein Staat, zwei Systeme". Taiwan könne sein eigene Währung, sein eigenes Militär und die eigene Regierung behalten: "Der Lebensstil des taiwanischen Volkes wird sich nicht verändern." - Am 18.10. erklärt ein Sprecher der Außenministeriums in Peking, China sei bereit, im UN-Sicherheitsrat über jeden Vorschlag zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus zu reden. Vor einem militärischen Einsatz seien jedoch "konkrete Beweise" nötig.

Sie haben etwa 10% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 90% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

Zur Ausgabe Probeabo