Ausgabe April 2002

Chronik des Monats Februar 2002

3.2. - A f g h a n i s t a n. Aus verschiedenen Regionen des Landes werden Kämpfe rivalisierender Einheiten der Nordallianz gemeldet. In die z.T. mit schweren Waffen geführten Auseinandersetzungen schalten sich die Vereinten Nationen vergeblich als Vermittler ein. Die US-Luftwaffe setzt ihre Angriffe auf vermutete Verstecke der Taliban und der mit ihnen verbündeten Al Qaida fort. Im Laufe des Monats kommen auch Bodentruppen zum Einsatz. Am 12.2. kündigt der russische Verteidigungsminister Iwanow während der Anwesenheit seines afghanischen Kollegen Fahim in Moskau den Ausbau der Militär- und Wirtschaftshilfe für Afghanistan an. Iwanow dementiert Meldungen über die Entsendung von russischen Militärberatern. - U S A / I r a n. Der amerikanische Verteidigungsminister Rumsfeld wirft dem Iran vor, Taliban-Kämpfern und Mitgliedern der Qaida-Organisation die Flucht aus Afghanistan und ein Untertauchen im Iran ermöglicht zu haben. Den USA lägen entsprechende Berichte vor. - Am 11.2. findet aus Anlass des 23. Jahrestages der Islamischen Revolution in Teheran eine Massenkundgebung statt, deren Losungen sich vor allem gegen die Einordnung des Iran in eine "Achse des Bösen" richten (vgl. "Blätter", 3/2002, S. 262). Präsident Khatami erklärt vor den Demonstranten, das Land sei bedroht, weil die USA sich für die Herren der Welt hielten.

6.2.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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