Ausgabe Juli 2002

Chronik des Monats Mai 2002

2.5. - U N O. Generalsekretär Annan löst die von ihm eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Vorgänge im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin während der israelischen Besetzung im April d.J. auf (vgl. "Blätter", 6/2002, S. 646) . Annan kritisiert ebenso wie die Mitglieder des Sicherheitsrates die Weigerung Israels, den entsprechenden Ratsbeschluss auszuführen und mit der Kommission zusammen zu arbeiten. - Am 6.5. teilt das amerikanische Außenministerium den Vereinten Nationen offiziell mit, die USA fühlten sich an die von Präsident Clinton gegebene Unterschrift unter das Statut für den Internationalen Strafgerichtshof aus dem Jahre 1968 nicht länger gebunden. Im April d.J. war die Zahl von 60 notwendigen Ratifikationen zum Inkrafttreten des Statuts überschritten worden, das Statut kann damit am 1. Juli d.J. in Kraft treten. - Am 7.5. verabschiedet die Generalversammlung in New York auf einer eintägigen Notstandssondertagung (Emergency Special Session) mit 74 gegen vier Stimmen (Israel, USA, Micronesien und Marshall Inseln) bei 54 Enthaltungen eine von der Arabischen Gruppe eingebrachte Resolution über "Illegale israelische Maßnahmen im besetzten Ost-Jerusalem und in dem übrigen besetzten palästinensischen Gebiet".

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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