Ausgabe Juni 2002

Chronik des Monats April 2002

4.4. - A n g o l a. Vertreter der Regierung und der bewaffneten Einheiten der UNITA (Uniao Nacional para a Independencia Total des Angola) unterzeichnen im Parlementsgebäude von Luanda eine Friedensvereinbarung. Anwesend sind Diplomaten Portugals, der USA und Russlands sowie der UN-Sondergesandte Gambari, der von der Möglichkeit spricht, endlich den "Pfad des Todes, der Verstümmelung und Zerstörung" zu verlassen. Die UNITA hatte sich nach dem Tod ihres Führers Savimbi zur Beendigung des langjährigen Bürgerkrieges bereit erklärt.

6.4. - P o r t u g a l. In Lissabon übernimmt eine "MitteRechts-Koalition" die Regierung, an deren Spitze der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei (PSD), Jose Manuel Durao Barroso, steht. Die PSD hatte bei den Parlamentswahlen vom 17. März d.J. rund 40% der Stimmen erreicht und die bis dahin stärkste Regierungspartei, die Sozialisten (PS), mit rund 38% in die Opposition verwiesen.

8.4. - I r a k. Vizepräsident Aziz lehnt in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" weitere internationale Waffenkontrollen ab: "Fast acht Jahre haben UN-Inspektoren in unserem Land gearbeitet. Sie haben (...) jeden Stein umgedreht, aber noch immer fehlt der Abschlussbericht, der die Voraussetzung für das Ende der Sanktionen gegen unser Land ist.

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Aktuelle Ausgabe Dezember 2020

Joe Biden heißt der Sieger dieser historischen US-Präsidentschaftswahl. In der Dezember-Ausgabe beleuchten die Politikwissenschaftler Peter Beinart und Albena Azmanova, der Ökonom Marshall Auerback sowie die Journalistin Elaine Godfrey die Gründe für Trumps Niederlage sowie die gewaltigen Herausforderungen, vor denen der designierte Präsident und dessen Partei stehen. Die Ökonomin Mariana Mazzucato plädiert dafür, in der Coronakrise die Weichen für die Schaffung einer inklusiveren und nachhaltigeren Wirtschaftsweise zu stellen. »Blätter«-Redakteurin Annett Mängel legt dar, wie eine resonanzstarke Minderheit von Ärzten die Pandemie verharmlost und so den Coronaleugnern in die Hände spielt. Und die Journalistin Cinzia Sciuto sowie der Philosoph Pascale Bruckner plädieren für einen deutlich kritischeren Umgang mit dem Islamismus – gerade seitens der Linken.

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