Ausgabe Juni 2002

Chronik des Monats April 2002

4.4. - A n g o l a. Vertreter der Regierung und der bewaffneten Einheiten der UNITA (Uniao Nacional para a Independencia Total des Angola) unterzeichnen im Parlementsgebäude von Luanda eine Friedensvereinbarung. Anwesend sind Diplomaten Portugals, der USA und Russlands sowie der UN-Sondergesandte Gambari, der von der Möglichkeit spricht, endlich den "Pfad des Todes, der Verstümmelung und Zerstörung" zu verlassen. Die UNITA hatte sich nach dem Tod ihres Führers Savimbi zur Beendigung des langjährigen Bürgerkrieges bereit erklärt.

6.4. - P o r t u g a l. In Lissabon übernimmt eine "MitteRechts-Koalition" die Regierung, an deren Spitze der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei (PSD), Jose Manuel Durao Barroso, steht. Die PSD hatte bei den Parlamentswahlen vom 17. März d.J. rund 40% der Stimmen erreicht und die bis dahin stärkste Regierungspartei, die Sozialisten (PS), mit rund 38% in die Opposition verwiesen.

8.4. - I r a k. Vizepräsident Aziz lehnt in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" weitere internationale Waffenkontrollen ab: "Fast acht Jahre haben UN-Inspektoren in unserem Land gearbeitet. Sie haben (...) jeden Stein umgedreht, aber noch immer fehlt der Abschlussbericht, der die Voraussetzung für das Ende der Sanktionen gegen unser Land ist.

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In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

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