Ausgabe November 2002

Chronik des Monats September 2002

2.9. - I r a k. Die staatliche Nachrichtenagentur INA zitiert Staatschef Hussein: Amerika glaube, dass es den Irak zerstören könne, um das Erdöl im Nahen Osten zu kontrollieren. Das sei das wahre Ziel eines Militärschlages der USA gegen den Irak.

2.-4.9. - U N O. Auf dem "Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung" in Johannesburg (vgl. "Blätter", 10/2002, S. 1157 f.) findet die Abschlussrunde statt, an der mehr als 100 Staats- und Regierungschefs teilnehmen. UN-Generalsekretär Annan fordert "angesichts des Klimawandels" rasches Handeln. Nötig sei jetzt politischer Mut seitens der Regierungen, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft. Bundeskanzler Schröder wendet sich gegen marktbeherrschende Subventionen in der Landwirtschaft. Ein freier Zugang der Entwicklungsländer zu den globalen Märkten sei ebenso wichtig wie finanzielle Hilfe. Die Konferenz verabschiedet Pläne zur Armutsbekämpfung und zum Umweltschutz sowie eine gemeinsame politische Erklärung. Ziele und Zeitpläne sind jedoch für die Regierungen nicht verbindlich. Nichtregierungsorganisationen (NGO) sprechen deshalb von weitgehend unverbindlichen Beschlüssen. Die Europäische Union kann sich mit ihrem Vorschlag nicht durchsetzen, bis 2010 einen Anteil von 15% erneuerbaren Energien im Gesamtverbrauch festzuschreiben.

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In der Juli-Ausgabe beleuchten der Historiker Ibram X. Kendi und die Soziologin Keeanga-Yamahtta Taylor die lange Tradition rassistischer Gewalt in den USA – und zeigen Wege aus dem amerikanischen Albtraum auf. Der Soziologe Gary Younge und der Journalist Marvin Oppong richten den Blick auf den Rassismus und die Polizeigewalt in Europa. Der Journalist Michael Pollan legt die brutale Effizienz der Lebensmittelindustrie offen – die uns alle buchstäblich krank macht. Und »Blätter«-Redakteur Albrecht von Lucke analysiert den steilen Aufstieg Markus Söders inmitten der Coronakrise - und dessen Chancen, nächster Bundeskanzler zu werden.

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