Ausgabe Januar 2005

Wie umweltbewusst sind die Deutschen?

Im Sommer 2004 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zusammen mit dem Umweltbundesamt eine vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Marburg erarbeitete Studie über das Umweltbewusstsein der Deutschen herausgegeben. 1 Für diese Studie wurde eine repräsentative Auswahl von über 2 000 Bürgerinnen und Bürgern interviewt. Teilweise griff das Interview ältere Erhebungen, die bis ins Jahr 1998 zurückreichen, auf, so dass zu diesen Fragen nun längerfristige Trends ermittelt werden konnten. In der jüngsten Befragung wurden darüber hinaus neue Schwerpunkte gesetzt, unter anderem zur Freizeitorientierung und zur Lebensqualität im Kontext von Umweltschutz. Die Studie versteht sich als Teil der Umweltberichterstattung und damit als ergänzende Veröffentlichung naturwissenschaftlicher Umweltdaten. Zuverlässige Erkenntnisse über "subjektive" Einstellungen und Werthaltungen der Menschen werden nicht nur als notwendig für eine erfolgreiche Kommunikation über Umweltfragen erachtet, sondern auch für die Entwicklung kooperativer Handlungsstrategien in der Umweltpolitik [12].

Zunächst scheint es so, als sei der Umweltschutz in der Problemwahrnehmung der Menschen wieder wichtiger geworden.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2020

In der Januar-Ausgabe warnt der Journalist Alexander Hurst vor einem drohenden Bürgerkrieg in den USA, sollte Donald Trump eine Abwahl in einem Jahr nicht akzeptieren. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die Hindu-Nationalisten die innere Vielfalt Indiens bekämpfen und selbst vor kriegerischen Mitteln nicht halt machen. »Blätter«-Redakteurin Julia Schweers beleuchtet den Generationenkonflikt, der in Afrika zu einer dritten kontinentalen Protestwelle führen könnte. Der Soziologe Mathias Greffrath fordert die Abkehr vom Mantra des ständigen Wachstums, um dem »Zeitalter der Verwüstung« ein Ende zu setzen. Und »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik analysiert die antisemitische Kontinuität von der DDR bis ins heutige Ostdeutschland.

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