Ausgabe April 2012

Kurzgefasst

Chas Freeman: Der China-Bluff

Die asiatisch-pazifische Welt verändert sich rasant. In den Vereinigten Staaten ruft insbesondere die Milliarde-Menschen-Macht China Ängste hervor. Chas Freeman, langjähriger US-Diplomat und Autor, analysiert das Verhältnis zwischen der alten und der kommenden Supermacht. Seine Forderung: Die USA müssen lernen, völlig anders zu denken als in den fast sieben Jahrzehnten, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs verstrichen sind.

Elmar Altvater: Genossenschaft und gutes Leben. Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Im 20. Jahr nach der epochalen Klimakonferenz von Rio de Janeiro zeigen sich immer deutlicher die verheerenden Folgen eines ressourcenverschlingenden Kapitalismus. Elmar Altvater, emeritierter Politikprofessor der Freien Universität Berlin, analysiert die Krise des Kapitalismus wie auch die historische Entwicklung der gemeinschaftlichen Güterverwaltung – als Grundlage für einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts.

Enno Berndt: Strahlende Zukunft. Japan und seine Atomindustrie

Der GAU von Fukushima führte der Weltöffentlichkeit die völlig unkalkulierbaren Gefahren der Atomkraft für Gesellschaft und Individuum schlagartig vor Augen. Doch auch gut ein Jahr später ist die Zukunft der japanischen Stromwirtschaft weiter völlig offen.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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