Ausgabe November 2026

Kritische Infrastruktur: Wie wir resilient werden

Extraction Network 1 by Kathryn Conrad & Rose Willis / https://betterimagesofai.org / https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Bild: Extraction Network 1 by Kathryn Conrad & Rose Willis / https://betterimagesofai.org / https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Es häufen sich Angriffe auf und Vorfälle bei kritischen Infrastrukturen. Die Politik reagiert vor allem mit der Forderung nach mehr Überwachung und Befugniserweiterungen. Für mehr Sicherheit sind aber vor allem Investitionen in resiliente Systeme und mehr Sorgfalt bei der Prävention nötig.

Wiederholte Angriffe auf die Stromversorgung, der fehlgeschlagene Drohnenangriff auf ein ukrainisches Frachtflugzeug auf dem Flughafen Leipzig/Halle im August, Sturzfluten wie im Ahrtal, der Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung oder die Manipulation der Kühlsysteme in französischen Supermärkten – all das zeigt uns, wie verwundbar unsere kritischen Infrastrukturen sind, also jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen können.1

Die Häufung solcher Vorfälle ist Ausdruck wachsender geopolitischer Spannungen, des weltweiten Aufstiegs von Autokratien und des voranschreitenden Klimawandels. An diese veränderte Bedrohungslage müssen wir uns anpassen. Doch während nach einem Vorfall regelmäßig die Forderung nach mehr Überwachung laut wird, passiert hinsichtlich der konkreten Prävention bislang viel zu wenig. Die Politik hat das Thema Resilienz zwar auf der Agenda, behandelt es aber vor allem als eine Frage der Sicherheit in Form von mehr Befugnissen für Ermittlungs- und Polizeibehörden oder Geheimdiensten.

»Blätter«-Ausgabe 11/2026

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