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»Migranten kommen in den Medien meist als anonyme Masse vor«

Studie der Otto-Brenner-Stiftung, 14.1.2020

Die Studie untersucht die Berichterstattung über Migration und Flucht in 16 europäischen Staaten und den USA.

Migranten und Flüchtlinge spielen in der Berichterstattung als Akteure nur eine untergeordnete Rolle. Sie werden meist als große Gruppen abgebildet, nur selten als Individuen. Innerhalb dieser ohnehin nur schwach repräsentierten Gruppe individueller Migranten sind wiederum viermal mehr Männer als Frauen vertreten. Als Sprecher kommen neunmal mehr „nicht-migrantische Akteure“ als Flüchtlinge und Migranten in den untersuchten Artikeln vor. 

Es gibt nicht die eine Migrationsberichterstattung, sondern markante inhaltliche Abweichungen zwischen den untersuchten Ländern, aber auch zwischen verschiedenen Medien eines Landes. Im Detail zeigt sich häufig eine doppelte Differenzierung der untersuchten Medien nach geographischer Region und politischem Standpunkt. 

Anders formuliert: Auch in Ländern wie Ungarn und Polen und erst recht in Deutschland bekommen LeserInnen somit je nach Wahl des Mediums ein unterschiedliches Themen- und Meinungsspektrum rund um Flucht, Migration und Asyl geboten.

 

Die vollständige Studie finden Sie hier.