Ausgabe Juni 2001

Chronik des Monats April 2001

2.4. - N a h e r O s t e n. Präsident Mubarak legt dem amerikanischen Präsidenten Bush in Washington einen ägyptisch-jordanischen Vorschlag zur Beendigung des bewaffneten Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern vor, über den Einzelheiten zunächst nicht bekannt werden. In Presseberichten heißt es, der Plan fordere von Israel den Rückzug aus weiteren Teilen der besetzten Palästinensergebiete und vertrauensbildende Maßnahmen der Konfliktparteien. - Am 4.4. treffen sich in Athen Israels Außenminister Peres und der palästinensische Planungsminister Shaath, um die gegenseitigen Standpunkte auszutauschen. - Am 5.4. gerät eine palästinensische Delegation bei der Rückkehr von einem Treffen mit Vertretern Israels am Grenzübergang Erez unter Beschuß einer israelischen Militärstreife. Die israelische Luftwaffe richtet an den folgenden Tagen mehrfach Raketen gegen Stützpunkte der palästinensischen Sicherheitskräfte. Ministerpräsident Sharon spricht von einer Strategie anhaltender militärischer Initiative und des wachsenden politischen Drucks. - Am 16.4. bombardiert die israelische Luftwaffe eine syrische Radarstellung im Libanon. Begründet wird die Attacke mit Angriffen der Hizbullah von libanesischem Territorium aus. - Am 17.4.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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