Ausgabe Januar 2004

Anspruchsvolle Umweltindikatoren

Anfang November 2003 erschien ein weiterer Berichtsband der Reihe "Umweltdaten Baden-Württemberg"1 – die erste Ausgabe wurde bereits im Jahr 1977 vorgelegt. Gegenüber ihren Vorgängern ist die letztjährige Fassung stark überarbeitet und verbessert worden – von der präsentierten Datenfülle und -aufbereitung her kann der Bericht als Vorbild für eine Umweltberichterstattung auf Landes- und auch auf Bundesebene gelten, insbesondere deswegen, weil hier, in dieser Form ebenfalls erstmalig, ein anspruchsvoller Satz von 28 Umweltindikatoren präsentiert wird, anhand dessen die Entwicklung im Berichtszeitraum bewertet werden kann. Auf diese Indikatoren konzentriert sich der vorliegende Beitrag. Für acht der Indikatoren liegen noch keine Datensätze vor (S. 257). Dies betrifft die Indikatoren zur Rohstoffproduktivität, zur Lärmbelastung, zum Schadstoffeintrag in Böden (zwei Indikatoren), zur Gewässergüte (zwei weitere Indikatoren) und zum Artenschutz. Auch die Zusammenfassung der Messungen von Luftschadstoffen in einen Luftqualitätsindex ist noch nicht abgeschlossen. Von den vorliegenden 20 Indikatoren weisen neun Verbesserungen auf, sechs stagnieren, fünf lassen dagegen Verschlechterungen erkennen.

Zunächst sollen die "Problemfälle" geschildert werden. Der Flächenverbrauch hat zwischen 1997 und 2001 signifikant zugenommen.

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Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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