Pressemeldung vom Deutschen Sudan-Netzwerk, 13.4.2026
Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung, zivilgesellschaftliche Organisationen zentral in die Sudan-Konferenz einzubinden und konkrete Ergebnisse auf der Konferenz erzielen zu wollen. Zugleich ist klar: Auf Absichtserklärungen müssen konkrete Maßnahmen folgen. Das verlangt die katastrophale humanitäre Lage im Sudan: Bis zu 13,5 Millionen Menschen sind vertrieben worden, davon suchen rund 4,5 Millionen Menschen insbesondere in den Nachbarländern Schutz. Zwölf Millionen Menschen, vor allem Frauen und Mädchen, sind von geschlechtsspezifischer Gewalt bedroht. Rund die Hälfte aller Menschen im Sudan sind von akuter Mangel- und Unterernährung betroffen. Weitere Regionen stehen vor einer Hungersnot.
Als Netzwerk fordern wir:
Der Schutz der Zivilbevölkerung muss oberste Priorität haben. Menschen in Not brauchen ungehinderten und sicheren Zugang zu humanitärer Hilfe – unabhängig von einem Waffenstillstand;
Direkte und starke Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure an politischen Prozessen unterstützen;
Gelder für humanitäre Hilfe müssen aufgestockt werden;
Externe wirtschaftliche und politische Interessen schüren den Krieg.
Die ganze Pressemeldung finden Sie hier.