Ausgabe April 1998

Chronik des Monats Februar 1998

1.2. - N a h e r O s t e n. Die amerikanische Außenministerin Albright äußert sich verärgert über vorangegangene Gespräche mit den Konfliktparteien in der Region. In Presseberichten heißt es, Frau Albright habe sowohl gegenüber dem israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu als auch gegenüber Palästinenserpräsident Arafat erklärt: "Ich habe es satt und bin es leid, daß Sie mir immer mit einem Haufen Beschwerden über den anderen Kerl kommen." Beide Seiten müßten endlich aufhören, sich gegenseitig die Verantwortung zuzuschieben. - Am 24.2. lehnen die Palästinenser die Aufnahme neuer Verhandlungen über ein endgültiges Friedensabkommen ab. Zunächst müsse Israel die Verpflichtungen aus den bisherigen Vereinbarungen erfüllen. - Am 26.2. veröffentlicht die Autonomiebebörde in Ramallah statistische Angaben über die palastinensische Bevölkerung. Danach leben im Westjordanland 1,65 Mio., im Gazastreifen 1,02 Mio. und in Ostjerusalem 210 000 Palästinenser; Israel gibt die Zahl der Palästinenser in Ostjerusalem mit 180 000 an.

2.2. - I r a k. UN-Generalsekretär Annan schlägt dem Sicherheitsrat in New York vor, die dem Irak erlaubte halbjährliche Exportmenge im Rahmen des Programms "Öl gegen Lebensmittel im Wert von derzeit zwei auf 5,2 Mrd.

April 1998

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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