Ausgabe November 1998

Risikokapital in der Bundesrepublik

Kleine, neugegründete Technologiefirmen spielen gesamtwirtschaftlich zwar eine geringe Rolle, haben jedoch für den industriellen Innovationsprozeß eine nicht zu unterschätzende Bedeutung: Insbesondere in High-Tech-Sektoren wie der Informations- und Kommunikationstechnik oder der Gentechnologie fungieren sie aufgrund ihrer Nähe zur akademischen Forschung, aber auch wegen ihrer unkonventionellen Forschungsmethoden immer wieder als Brutstätten für neue, dann häufig von Großunternehmen übernommene und vermarktete Produkte. Und zugleich bilden sie nicht selten die Ausgangspunkte der Entwicklung und Etablierung neuer anwendungsorientierter Forschungsmethoden und Verfahrensinnovationen.

Funktion und Bedeutung von Venture Capital

Derartige Firmen leiden allerdings zumeist unter notorischer Kapitalknappheit – sie verfügen auch in den ersten Jahren nach der Firmengründung oft eher über interessante Ideen und Prototypen als über ausgereifte, marktfähige Produkte und sind daher in hohem Maße von externen Finanzquellen abhängig.

November 1998

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Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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