Ausgabe September 2000

Chronik des Monats Juli 2000

2.7. - M e x i k o. Der Kandidat der seit 71 Jahren regierenden Partei der Institutionellen Revolution (Partido Revolucionario Institucional/PRI), Francisco Labastida, verliert die Präsidentschaftswahlen. Neuer Präsident wird der Oppositionspolitiker Vicente Fox, Kandidat der Partei der Nationalen Aktion (Partido Accion Nacional/PAN). Der noch amtierende Präsident Ernesto Zedillo Ponce de Leon (PRI) sagt seinem Nachfolger eine reibungslose Übergabe der Macht zu.

2.-3.7. - N a h e r O s t e n. Der Zentralrat der Palästinensischen Befreiungs-Organisation (PLO) ermächtigt Palästinenserpräsident Arafat, auf der Grundlage der "Unabhängigkeitserklärung" vom November 1988 (Text in "Blätter", 2/1989, S. 251 ff.) im Westjordanland und im Gazastreifen einen unabhängigen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt auszurufen. Später heißt es, das zuletzt genannte Datum (13. September 2000) sei jedoch für Arafat nicht bindend. Der Wirtschaftsberater der Palästinensischen Autonomiebehörde, Khaled Salem, fordert am 6.7. in Ramallah von Israel 40 Mrd. Dollar, um mit diesem Betrag die Rückkehr von Flüchtlingen und Vertriebenen nach Palästina zu finanzieren. Vom 11.-25.7. unternehmen der israelische Premierminister Barak und Palästinenserpräsident Arafat einen neuen Versuch, sich vor September d.J.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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