Ausgabe Januar 2001

Chronik des Monats November 2000

2.11. - N A T O. Generalsekretär Robertson nimmt erstmals an einer Sitzung des Ständigen Rates der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien teil. Mit führenden österreichischen Politikern erörtert Robertson die Mitwirkung des neutralen Österreich am NATO-Programm "Partnerschaft für den Frieden". Verteidigungsminister Scheibner schließt einen NATOBeitritt Österreichs in der laufenden Legislaturperiode aus, fügt jedoch hinzu, die Nordatlantische Allianz sei "nach wie vor die einzige Organisation, die Sicherheitsgarantien geben kann" und die "in der Lage ist, gemeinsame Aktionen, Friedensmissionen zu koordinieren". Gegenüber Robertson habe er sicherstellen wollen, daß Österreich künftig "nicht von wichtigen Informations- und zum Teil von Entscheidungsmechanismen ausgeschlossen" werde.

4.11. - J u g o s l a w i e n. Das Bundesparlament in Belgrad bestätigt die neue Bundesregierung unter Regierungschef Zoran Zizic von der Sozialistischen Volkspartei (SNP) Montenegros. Zizic erklärt auf einer gemeinsamen Sitzung der beiden Parlamentskammern, für die Regierung seien alle internationalen Abkommen bindend, einschließlich der Vereinbarung von Dayton.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2026

In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.

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