Ausgabe Januar 2001

Chronik des Monats November 2000

2.11. - N A T O. Generalsekretär Robertson nimmt erstmals an einer Sitzung des Ständigen Rates der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien teil. Mit führenden österreichischen Politikern erörtert Robertson die Mitwirkung des neutralen Österreich am NATO-Programm "Partnerschaft für den Frieden". Verteidigungsminister Scheibner schließt einen NATOBeitritt Österreichs in der laufenden Legislaturperiode aus, fügt jedoch hinzu, die Nordatlantische Allianz sei "nach wie vor die einzige Organisation, die Sicherheitsgarantien geben kann" und die "in der Lage ist, gemeinsame Aktionen, Friedensmissionen zu koordinieren". Gegenüber Robertson habe er sicherstellen wollen, daß Österreich künftig "nicht von wichtigen Informations- und zum Teil von Entscheidungsmechanismen ausgeschlossen" werde.

4.11. - J u g o s l a w i e n. Das Bundesparlament in Belgrad bestätigt die neue Bundesregierung unter Regierungschef Zoran Zizic von der Sozialistischen Volkspartei (SNP) Montenegros. Zizic erklärt auf einer gemeinsamen Sitzung der beiden Parlamentskammern, für die Regierung seien alle internationalen Abkommen bindend, einschließlich der Vereinbarung von Dayton.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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