Ausgabe März 2001

Chronik des Monats Januar 2001

2.1. - N a h e r O s t e n. Der israelische Regierungschef Barak, der sich im Februar des Jahres zur Wiederwahl stellt, warnt vor der Gefahr eines Krieges in der Region. Israel müsse sich auf eine solche Situation vorbereiten. - Am 4.1. unterrichtet Palästinenserpräsident Arafat in Kairo die Außenminister der Arabischen Liga über seine vorausgegangenen Gespräche in Washington. ln Presseberichten heißt es, Arafat habe gegenüber Präsident Clinton die amerikanischen Vorschläge vom Dezember v.J. mit Vorbehalten akzeptiert (vgl. "Blätter", 2/2001, S. 132) und verstärkte Bemühungen um ein Ende der Gewalt in den von Israel besetzten Gebieten zugesagt. Der ägyptische Außenminister Mussa formuliert zwei unabdingbare Forderungen der arabischen Seite für eine Friedensregelung: volle Souveränität für die Palästinenser über den Moscheen-Bezirk von al-Aksa in Jerusalem und Rückkehrrecht für die Palästinaflüchtlinge. Arafat äußert die Hoffnung auf ein Friedensabkommen noch vor dem Ende der Amtszeit Clintons. - Am 8.1. informiert ein Sprecher der Palästinenser über ein ergebnisloses Treffen von Sicherheitsexperten Israels, der Palästinenser, der USA und Ägyptens in Kairo.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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