Ausgabe Juni 2002

Chronik des Monats April 2002

4.4. - A n g o l a. Vertreter der Regierung und der bewaffneten Einheiten der UNITA (Uniao Nacional para a Independencia Total des Angola) unterzeichnen im Parlementsgebäude von Luanda eine Friedensvereinbarung. Anwesend sind Diplomaten Portugals, der USA und Russlands sowie der UN-Sondergesandte Gambari, der von der Möglichkeit spricht, endlich den "Pfad des Todes, der Verstümmelung und Zerstörung" zu verlassen. Die UNITA hatte sich nach dem Tod ihres Führers Savimbi zur Beendigung des langjährigen Bürgerkrieges bereit erklärt.

6.4. - P o r t u g a l. In Lissabon übernimmt eine "MitteRechts-Koalition" die Regierung, an deren Spitze der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei (PSD), Jose Manuel Durao Barroso, steht. Die PSD hatte bei den Parlamentswahlen vom 17. März d.J. rund 40% der Stimmen erreicht und die bis dahin stärkste Regierungspartei, die Sozialisten (PS), mit rund 38% in die Opposition verwiesen.

8.4. - I r a k. Vizepräsident Aziz lehnt in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" weitere internationale Waffenkontrollen ab: "Fast acht Jahre haben UN-Inspektoren in unserem Land gearbeitet. Sie haben (...) jeden Stein umgedreht, aber noch immer fehlt der Abschlussbericht, der die Voraussetzung für das Ende der Sanktionen gegen unser Land ist.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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