Ausgabe März 1990

Weitere Stimmen zum neuen Start der Blätter

„Ich halte die (Weiter-)Existenz der Blätter für deutsche und internationale Politik für sinnvoll und wünschenswert, weil sie stets einen wichtigen Beitrag zur politischen Diskussion geleistet haben." (Kurt H. Biedenkopf, MdB Bonn)

„Das Weitererscheinen der ,Blätter' ist heute notwendiger denn je. (...) Daß in den kapitalistischen Gesellschaften des Westens versäumt, ja nicht einmal ein Gedanke darauf verschwendet wird, das Ende der Ost-West-Konfrontation und die rasche Intensivierung der ökonomischen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen den noch gestern feindlichen Systemen zu einer Selbstkorrektur der exzessiven Vereinnahmung und Deformierung der natürlichen Umwelt wie der menschlichen ,Natur' zu nutzen, läßt wirtschaftliche, soziale und politische Gegensätze und Konflikte neuer Qualität erwarten. Diese vorausschauend zu orten, mutig und zugleich vorurteilsfrei zu analysieren, in Offenheit für alle erkenntnisfördernden Ansätze und humanistisch-rationalen Positionen zu interpretieren sowie weiterhin in der bewährten Weise zu dokumentieren, diese Ansprüche an eine aktuelle und kritische politisch-gesellschaftliche Monatszeitschrift versprechen die ,Blätter' in ganz besonderem Maße zu erfüllen.

März 1990

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Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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