Ausgabe Februar 1996

Investitionen für Arbeitsplätze?

Die Leitidee des "Aufschwung Ost"

Eine breite Investitionswelle sollte über die ostdeutsche Wirtschaft hinwegrollen, die verschlissenen, DDR-überkommenen Ausrüstungen und Anlagen hinwegspülen und moderne, wettbewerbsfähige Arbeitsplätze hervorbringen. "Investitionen schaffen Arbeitsplätze", das war und ist eine Grundformel der "Aufbaustrategen" in Regierung, Unternehmerverbänden und auch im Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In der Tat, wettbewerbsfähige Erzeugnisse lassen sich nur mit modernen Produktionsausrüstungen und Technologien herstellen. Richtig ist auch, daß die DDR in den von der Treuhand übernommenen Unternehmen und in der öffentlichen Infrastruktur einen riesigen Investitionsbedarf hinterlassen hatte. Die Beseitigung aller Investitionshemmnisse und die rasche Befriedigung des großen Bedarfs an neuen Bauten und Ausrüstungen schien auf den ersten Blick eine plausible Strategie, um profitable Produktionsstätten für die im Zuge der Westintegration arbeitslos gewordenen ostdeutschen Bürger zu schaffen.

Massive Investitionsförderung

Die wichtigste, mit Abstand am höchsten dotierte Maßnahme zur Ankurbelung der ostdeutschen Wirtschaft war deshalb die Investitionsförderung.

Februar 1996

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