Ausgabe Oktober 2000

Chronik des Monats August 2000

2.8. - I s r a e l. Außenminister David Levy verläßt das von Premierminister Barak geführte Kabinett. Levy hatte seinen Rücktritt zuvor mehrfach angekündigt und mit den Differenzen innerhalb der Regierung über die den Palästinensern gemachten Zugeständnisse begründet. Die Leitung des Außenministeriums übernimmt am 10.8. ein anderes Kabinettsmitglied, der bisherige Minister für Innere Sicherheit, Shlomo Ben-Ami.

3.8. - N a h e r O s t e n. Der israelische Premierminister Barak unterrichtet in Alexandria den ägyptischen Präsidenten Mubarak über den Verlauf der israelisch-palästinensischen Verhandlungen in Camp David (vgl "Blätter", 9/2000, S. 1028). In Presseberichten heißt es, Barak habe Mubarak um Vermittlung in dem Konflikt mit den Palästinensern gebeten. Das Kabinett von Palästinenserpräsident Arafat in Gaza bestätigt am 4.8. noch einmal die Absicht der palästinensischen Führung, spätestens am 13. September einen eigenen Staat auszurufen. - Am 5.8. rücken 400 Blauhelmsoldaten in den Südlibanon ein, um die dort stationierten Einheiten der Vereinten Nationen (UNIFIL) zu verstärken. Der Libanon entsendet am 9.8. rund 1000 Sicherheitskräfte in die Grenzregion.

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Aktuelle Ausgabe April 2026

In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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