Ausgabe Januar 2001

Chronik des Monats November 2000

2.11. - N A T O. Generalsekretär Robertson nimmt erstmals an einer Sitzung des Ständigen Rates der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien teil. Mit führenden österreichischen Politikern erörtert Robertson die Mitwirkung des neutralen Österreich am NATO-Programm "Partnerschaft für den Frieden". Verteidigungsminister Scheibner schließt einen NATOBeitritt Österreichs in der laufenden Legislaturperiode aus, fügt jedoch hinzu, die Nordatlantische Allianz sei "nach wie vor die einzige Organisation, die Sicherheitsgarantien geben kann" und die "in der Lage ist, gemeinsame Aktionen, Friedensmissionen zu koordinieren". Gegenüber Robertson habe er sicherstellen wollen, daß Österreich künftig "nicht von wichtigen Informations- und zum Teil von Entscheidungsmechanismen ausgeschlossen" werde.

4.11. - J u g o s l a w i e n. Das Bundesparlament in Belgrad bestätigt die neue Bundesregierung unter Regierungschef Zoran Zizic von der Sozialistischen Volkspartei (SNP) Montenegros. Zizic erklärt auf einer gemeinsamen Sitzung der beiden Parlamentskammern, für die Regierung seien alle internationalen Abkommen bindend, einschließlich der Vereinbarung von Dayton.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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