2.8. - U N O. Das UN-Tribunal zur Aburteilung von Kriegsverbrechen im früheren Jugoslawien verhängt erstmals einen Schuldspruch wegen Völkermord. Der frühere bosnische Serbengeneral Radislav Krstic wird im Haag wegen seiner Beteiligung am Massaker von Srebrenica im Jahre 1995 zu einer Gefängnisstrafe von 46 Jahren verurteilt. - Am 6.8. weist die südafrikanische Außenministerin Zuma vor der Presse in Genf auf die verheerenden Auswirkungen der Sklaverei für Afrika hin. Im Blick auf die am 31.8. in Durban (Südafrika) beginnende dritte Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen erklärt Zuma, ohne Bewältigung der Vergangenheit könne der Kampf gegen den Rassismus der Gegenwart nicht geführt werden, Die UN-Menschenrechtskommissarin Robinson unterbreitet am 9.8. einen Vorschlag, um die auf getretenen tiefgreifenden Differenzen über eine Passage zur Nahost-Frage im Entwurf der Schlußerklärung für Durban beizulegen. Die historischen Wunden des Antisemitismus und des Holocaust auf der einen Seite und die durch Vertreibung und militärische Besetzung zugefügten Wunden auf der anderen müßten verstanden werden. Die bevorstehende Konferenz solle Terrorismus, den Einsatz exzessiver und unverhältnismäßiger Gewalt sowie die Propagierung von Haß verurteilen Zionismus könne nicht mit Rassismus gleichgesetzt werden. - Am 31.8.
In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.