Ausgabe August 2002

Chronik des Monats Juni 2002

4.6. - A s i e n. In Almaty (Kasachstan) findet ein Gipfeltreffen im Rahmen der Konferenz über vertrauensbildende Maßnahmen in Asien (Conference on Interaction and Confidence-building Measures in Asia/CICA; vgl. "Blätter" 4/1996, S. 389) statt. Vertreten sind 15 Staaten sowie die Palästinensische Autonomiebebörde. Das Treffen ist Teil der Bemühungen um die Schaffung einer Regionalorganisation nach dem Vorbild der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Der russische Präsident Putin sucht in Einzelgesprächen mit dem pakistanischen Präsidenten Musharraf und dem indischen Regierungschef Vajpayee nach einem Weg zur Beilegung des Kaschmir-Konflikts. - S p a n i e n. Das Parlament in Madrid verabschiedet mit großer Mehrheit ein neues Gesetz, das Parteien bedroht, die terroristische Organisationen unterstützen. Dem in der Öffentlichkeit umstrittenen Gesetz stimmen sowohl die regierende Volkspartei (PP) als auch die oppositionellen Sozialisten (PSOE) zu. In Presseberichten heißt es, ein Verbot der baskischen Partei Batasuna rücke näher.

5.6.-Tschechien/BRD.

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In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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