Ausgabe September 2022

Chronik des Monats Juli 2022

1.7. – Krieg in der Ukraine. Streitkräften der Ukraine gelingt die Rückeroberung der strategisch wichtigen Schlangeninsel im Schwarzen Meer, die Russland seit Ende Februar besetzt hält. – Am 4.7. nehmen russische Truppen die Großstadt Lyssytschansk ein und kontrollieren damit die komplette Region Luhansk. Der belarussische Präsident Lukaschenko bekräftigt anlässlich einer Feier zur Befreiung von Minsk im Zweiten Weltkrieg die enge Anbindung an Russland. – Am 8.7. erklärt Präsident Putin im Fernsehen, die russische Armee habe in der Ukraine „noch nicht richtig losgelegt“ und verbindet das mit Warnungen an den Westen. – Am 11.7. ordnet der ukrainische Präsident Selenskyj eine Gegenoffensive im Süden des Landes an. Am gleichen Tag und mit Beginn der routinemäßigen Wartung von Nord Stream 1 fließt vorübergehend kein Gas mehr durch die Pipeline. Es wird bekannt, dass Kiew seinen umstrittenen Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk abberufen hat. – Am 13.7. beginnt eine ukrainische Gegenoffensive rund um die von Russland besetzte Stadt Cherson. Die Vereinten Nationen erklären, seit Kriegsbeginn seien mindestens 5000 Zivilisten zu Tode gekommen. Es handele sich dabei nur um die offiziell erfassten Opfer. Die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen. – Am 14.7.

September 2022

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Aktuelle Ausgabe Februar 2026

In der Februar-Ausgabe analysiert Ferdinand Muggenthaler die Folgen des US-Militärschlags in Venezuela für Lateinamerika – und erläutert, an welche Grenzen Trumps imperiale Ambitionen auf dem Subkontinent stoßen könnten. Nach vier Jahren russischer Vollinvasion und einem Jahr Trump ist die Ukraine zu einem zentralen Schauplatz im Ringen um eine imperiale globale Ordnung avanciert, argumentiert Steffen Vogel. Ulrich Menzel beschreibt die Konturen des heranbrechenden neuen imperialistischen Zeitalters, in dem das »Trio infernale« – USA, Russland und China – miteinander um die globale Vorherrschaft ringt. Seyla Benhabib beleuchtet unter Rückgriff auf das Denken Hannah Arendts die dramatischen Herausforderungen der Demokratie im planetarischen Zeitalter. Sonja Peteranderl zeigt auf, wie sich deutsche Behörden aus ihrer Abhängigkeit von Trump-hörigen Tech-Konzernen lösen können. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande nicht nur innenpolitisch unter Druck steht, sondern auch ausländische Regierungen politisch Einfluss auszuüben versuchen, zeigt Wolfgang Kraushaar am Beispiel der Kontroverse um die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann. Und Georg Diez plädiert angesichts der wachsenden Stimmenanteile der AfD für die Abkehr von Parteidisziplin und den Umbau der Demokratie hin zu einer zielorientierten Zwei-Drittel-Republik.

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