Parallelwelt Lobbyismus | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Parallelwelt Lobbyismus

Droemer Knaur Foto: Droemer Knaur

von Neelke Wagner

José Manuel Barroso fühlt sich diskriminiert. Weil der ehemalige Präsident der EU-Kommission als „Geschäftsführer ohne besondere Aufgaben“ bei Goldman Sachs tätig wird, will ihm sein Amtsnachfolger Jean-Claude Juncker die Privilegien eines Ex-Chefs der Behörde streichen und ihn in Brüssel nur noch als „Interessenvertreter“ empfangen. Damit reagiert er auf anhaltende Kritik an Barrosos neuem Job und versucht, die aufflammende Debatte um striktere Lobby-Regeln in Brüssel einzudämmen. Denn der Verdacht liegt nahe, dass Barroso Kenntnisse und Kontakte aus seiner Zeit als aktiver Politiker in seiner neuen Tätigkeit nutzen wird – und genau deswegen angeheuert wurde.

(aus: »Blätter« 11/2016, Seite 121-123)
Themen: Demokratie, Neoliberalismus und Wirtschaft

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