Auswertung der Leserumfrage 2016 | Blätter für deutsche und internationale Politik

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Auswertung der Leserumfrage 2016

„Tolle, qualitativ hochwertige und verlässliche Informationsquelle, auf die ich mich jeden Monat aufs Neue freue!“, „Die ‚Blätter‘ erweitern den Horizont – unverzichtbar.“, „Ich finde die ‚Blätter‘ großartig und warte am Monatsende schon immer sehnsüchtig auf die neue Ausgabe.“ – Das sind nur drei Zitate aus unserer jüngsten, der vierten „Blätter“-Umfrage (nach 1989, 1998 und 2008). Wir danken ganz herzlich allen Leserinnen und Lesern, die daran teilgenommen haben. Besonders gefreut haben wir uns auch diesmal über die rege Beteiligung und die vielen persönlichen, ausführlichen Anregungen. Diese werden wir noch in Ruhe auswerten – jetzt wollen wir Sie aber schon einmal an den wichtigsten Ergebnissen unserer Umfrage teilhaben lassen.

775 Leserinnen und Leser haben die Fragen vollständig beantwortet, unter ihnen 670 Abonnentinnen und Abonnenten sowie 105 Leserinnen und Leser, die derzeit kein Abo beziehen. Von den Abonnentinnen und Abonnenten lesen 85 Prozent die gedruckten „Blätter“, weitere 10 Prozent lesen sie gedruckt wie digital und knapp 5 Prozent ausschließlich digital.

Die Zufriedenheit mit den „Blättern“ ist groß – 85 Prozent der teilnehmenden Leserinnen und Leser sind „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“. Am höchsten ist der Zuspruch bei jenen, die die „Blätter“ sowohl online als auch gedruckt lesen: Von diesen sind 95 Prozent sehr zufrieden oder zufrieden. Am meisten geschätzt werden die Analysen & Alternativen (58 Prozent sehr gut, 30 gut), gefolgt von den Kommentaren & Berichten (50 Prozent sehr gut, 36 gut).

Die Leserinnen und Leser erwarten von den „Blättern“, dass sie über aktuelle Debatten und Diskurse informieren, sowohl politisch (93 Prozent) als auch wissenschaftlich (54 Prozent). Zudem wird erwartet, dass die „Blätter“ aktuelle politische Ereignisse sachkundig kommentieren (79 Prozent) und ein Gegengewicht zu anderen Medien sind (67 Prozent).

Themen, die in den „Blättern“ vermisst bzw. öfter gewünscht werden, sind vor allem Texte zu Afrika, Asien und Lateinamerika, Osteuropa sowie besonders Russland und dem Nahen Osten. Frauen- und Geschlechter-, Bildungs-, Sozial- und Wirtschaftspolitik werden ebenfalls stärker nachgefragt. Ganz generell wünschen sich viele mehr Autorinnen im Heft.

Besonders freut uns auch diesmal, dass wir das Lesevergnügen mit den „Blättern“ weiter steigern konnten: 75 Prozent bewerten die Lesbarkeit der Texte mit sehr gut und gut. Besonders geschätzt wird die Themenvielfalt, fast ebenso viele begrüßen, dass die „Blätter“ Kontroversen anregen – selbst wenn diese nicht die eigene Meinung widerspiegeln. Die Leserinnen und Leser schätzen im Großen und Ganzen auch das eher nüchterne Layout der „Blätter“ und verbinden es stark mit dem Inhalt „politisch-wissenschaftlich“. Viele Leserinnen und Leser verbringen einige Stunden mit jeder Ausgabe: 43 Prozent lesen sie zwei bis vier Stunden, 35 Prozent sogar mehr als vier Stunden. Knapp 50 Prozent lesen die meisten Beiträge, 26 Prozent die Hälfte.

Wer aber liest die „Blätter“? Zwei Drittel engagieren sich ehrenamtlich – vor allem in Gewerkschaften, sozialen Bewegungen, Parteien und der Flüchtlingshilfe. Um sich tagesaktuell zu informieren, nutzen inzwischen 80 Prozent das Internet, 2008 führten hier noch die Printmedien.

Sehr erfreut sind wir darüber, dass wir den Anteil unserer jüngeren Leserinnen und Leser erhöhen konnten: Im Durchschnitt sind unsere Leserinnen und Leser 48 Jahre alt. War bei der letzten Umfrage nur ein Viertel jünger als 40, so sind dies jetzt 35 Prozent. Knapp die Hälfte ist jünger als 50.

Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer liest die „Blätter“ seit weniger als fünf Jahren, 27 Prozent länger als zehn Jahre: 2008 waren dies noch 55 Prozent. Nach wie vor lesen wesentlich mehr Männer als Frauen die „Blätter“: Laut unserer Versandstatistik liegt der Frauenanteil unter unseren Leserinnen und Lesern bei knapp 20 Prozent, unter den Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmern waren sogar nur knapp 15 Prozent Frauen. Erfreulicherweise stieg der Anteil der Frauen jedoch unter jenen, die die „Blätter“ erst seit weniger als einem Jahr lesen, deutlich an – in Bezug auf alle Umfrageteilnehmer traf dies auf 16 Prozent zu, bei den Frauen allerdings auf fast 30 Prozent.

50 Prozent besuchen die „Blätter“-Website mindestens einmal im Monat, 42 Prozent seltener. Die meisten nutzen dafür ihren Computer, 15 Prozent mobile Endgeräte. Am meisten nachgefragt werden Dossiers – diese werden wir weiter ausbauen. Für das kommende Jahr planen wir zudem einen Relaunch der Website – nicht zuletzt, um sie für mobile Geräte zu optimieren.

Auch die mittlerweile drei Democracy Lectures stoßen auf großes Interesse: 78 Prozent finden diese sehr gut bis gut – die meisten Umfrageteilnehmer waren indes nicht bei den Veranstaltungen im Haus der Kulturen dabei, sondern haben Vortrag und Debatte in den „Blättern“ nachgelesen.

Für uns als Redaktion und Verlag ist es besonders wichtig zu wissen, woher die Abonnentinnen und Abonnenten die „Blätter“ kennen; wir denken nach wie vor, dass die potentielle Nachfrage noch längst nicht ausgeschöpft ist. Die meisten Leserinnen und Leser entdecken die „Blätter“ noch immer durch Freunde und Verwandte (26 Prozent) und Probehefte (12 Prozent), allerdings dicht gefolgt von Hinweisen in anderen Medien bzw. durch Zeitungsberichte (20 Prozent) sowie Bibliotheken und Buchhandlungen (zusammen 10 Prozent). Über Werbung und die Webseite lernen uns weitere 10 Prozent kennen.

Deshalb freuen wir uns, wenn Sie uns weiterempfehlen oder ein Abonnement verschenken. Wir schließen mit dem Zitat eines Lesers: „Schön, dass es derart klugen, kritischen und differenzierten Journalismus gibt; deshalb ein hoffnungsfrohes ‚Weiter so!’“. Ebendies wollen wir Ihnen auch für 2017 gerne versprechen.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr!

Berlin, im Dezember 2016                                                 

Redaktion und Verlag

(aus: »Blätter« 1/2017, Seite 5-6)

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