»Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger ist für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland« | Blätter für deutsche und internationale Politik

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»Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger ist für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland«

Umfrage der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN), 6.7.2018

Mehr als zwei Drittel aller Bundesbürger sind für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland sowie den Beitritt Deutschlands zum internationalen Atomwaffenverbot. Das zeigt eine heute veröffentlichte Umfrage im Auftrag der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). 70 Prozent wollen demnach, dass die Atomsprengköpfe aus Büchel (Rheinland-Pfalz) verschwinden, nur 16 Prozent möchten, dass sie bleiben. Außerdem sprechen sich 71 Prozent dafür aus, dass die Bundesregierung dem UN-Atomwaffenverbot beitritt, nur 13 Prozent sind dagegen. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat mehr als 2.000 Deutsche befragt, die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ.

Auch in anderen europäischen NATO-Ländern haben die Bürger eine klare Haltung gegen Atomwaffen. Bei der ICAN-Umfrage wurden neben Deutschen auch Menschen in Belgien, Italien und den Niederlanden befragt. In diesen Ländern sind ebenfalls Atomwaffen stationiert und auch dort gibt es in der Bevölkerung eine deutliche Mehrheit gegen die Stationierung der Massenvernichtungswaffen sowie für den Beitritt zum Verbotsvertrag.

In der Umfrage ist auch die Finanzierung von Atomwaffen ein Thema. Die meisten Deutschen finden es inakzeptabel, wenn deutsche Finanzinstitute in Unternehmen investieren, die Atomwaffensysteme herstellen. Außerdem ist eine Mehrheit dafür, dass neue Kampfflugzeuge der Bundeswehr nicht mit der Fähigkeit ausgestattet werden sollten, Atomwaffen zu transportieren und abzuwerfen.

Die vollständige Umfrage finden Sie hier.  

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