Ausgabe April 1995

Fahrverbote gegen den Sommersmog

Von einem Durchbruch sprach Nordrhein-Westfalens oberster Umweltschützer Klaus Matthiesen, nachdem sich im November vergangenen Jahres die Umweltminister des Bundes und der Länder auf den Entwurf eines bundesweiten Ozonbekämpfungsgesetzes geeinigt hatten. Wer allerdings glaubt, daß damit endgültig die Weichen gestellt sind, um ein für allemal den Sommersmog zu verbannen, der wird sich getäuscht sehen. Denn nach wie vor ist es unter den Entscheidungsträgern umstritten, welche Lösungen zur Verfügung stehen, um vom Smog wegzukommen. Auf dem Wege dahin ist es nämlich notwendig, die entsprechenden Maßnahmen in einer Verordnung festzulegen. Eine solche bundesweite Rechtsvorschrift hat Umweltminister Matthiesen bereits vor gut fünf Jahren gefordert. Doch sind die Arbeiten seitdem gerade mal soweit gediehen, daß das Bundesumweltministerium einen Entwurf erarbeitete, der aber erst gar nicht verabschiedet wurde.

Die Ursache: Der Kfz-Verkehr

Da hilft es auch nicht viel, daß sich die Experten ausnahmsweise einig sind, worin die Ursache für den Sommersmog zu suchen ist. Der Schuldige stand nämlich schon fest, bevor die Probleme in der Bundesrepublik so richtig wahrgenommen wurden. Smog breitete sich im verkehrsreichen Los Angeles bereits in den 40er Jahren aus.

April 1995

Sie haben etwa 36% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 64% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Januar 2026

In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.

Zur Ausgabe Probeabo