Ausgabe März 1998

Internationales Plutonium-Managment. Ein Überblick

Ende 1997 haben die fünf Nuklearwaffenstaaten China, Frankreich, Großbritannien, Rußland und die USA sowie Belgien, Deutschland, Japan und die Schweiz in aller Stille gemeinsame „Richtlinien zum Management von Plutonium“ verabschiedet, mit denen eine formale Absichtserklärung zur Installierung eines Kontrollsystems für ziviles Plutonium auch in den Ländern, die dies noch nicht hatten, abgegeben worden ist. Weiterhin wurden Maßnahmen zum physischen Schutz sowie jährliche Angaben zu den Beständen an unbestrahltem Plutonium, das für zivile Zwecke genutzt wird“, vereinbart. Bevor diese neuen Richtlinien einer kritischen Würdigung unterzogen werden, sollen hier zunächst der aktuelle Entwicklungsstand und sich abzeichnende Trends im Umgang mit Plutonium beleuchtet werden.

Historisch war die zivilwirtschaftliche Nutzung von Plutonium mit der Hoffnung verbunden, man könne auf profitable Weise Plutonium in speziellen Reaktoren (Schnelle Brüter) erbrüten und es nach seiner Abtrennung von abgebrannten Brennelementen als Brennstoff wiederverwenden.

März 1998

Sie haben etwa 18% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 82% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe September 2020

In der September-Ausgabe erkennt der Philosoph und »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas im Wiederaufbauplan der EU – 30 Jahre nach der Zäsur von 1989/90 – eine zweite Chance für die innerdeutsche wie auch für die europäische Einheit. Die Literaturwissenschaftlerin Sarah Churchwell beleuchtet die langen Linien des amerikanischen Faschismus – vom Ku-Klux-Klan bis zu Donald Trump. Der Wirtschaftshistoriker Adam Tooze plädiert angesichts des Handelskriegs zwischen China und den USA für eine neue globale Entspannungspolitik. Und die Islamwissenschaftlerin Alexandra Senfft portraitiert den Kampf der Frauen gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Zur Ausgabe Probeabo