Ausgabe März 1998

Internationales Plutonium-Managment. Ein Überblick

Ende 1997 haben die fünf Nuklearwaffenstaaten China, Frankreich, Großbritannien, Rußland und die USA sowie Belgien, Deutschland, Japan und die Schweiz in aller Stille gemeinsame „Richtlinien zum Management von Plutonium“ verabschiedet, mit denen eine formale Absichtserklärung zur Installierung eines Kontrollsystems für ziviles Plutonium auch in den Ländern, die dies noch nicht hatten, abgegeben worden ist. Weiterhin wurden Maßnahmen zum physischen Schutz sowie jährliche Angaben zu den Beständen an unbestrahltem Plutonium, das für zivile Zwecke genutzt wird“, vereinbart. Bevor diese neuen Richtlinien einer kritischen Würdigung unterzogen werden, sollen hier zunächst der aktuelle Entwicklungsstand und sich abzeichnende Trends im Umgang mit Plutonium beleuchtet werden.

Historisch war die zivilwirtschaftliche Nutzung von Plutonium mit der Hoffnung verbunden, man könne auf profitable Weise Plutonium in speziellen Reaktoren (Schnelle Brüter) erbrüten und es nach seiner Abtrennung von abgebrannten Brennelementen als Brennstoff wiederverwenden.

März 1998

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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