Ausgabe Oktober 1999

Chronik des Monats August 1999

1.8. - G e o r g i e n / U S A. Der amerikanische Verteidigungsminister Cohen erklärt nach einem Gespräch mit Präsident Schewardnadse und Verteidigungsminister Tewsadse in Tiflis: "Die Tür der NATO ist für Georgien offen. Aber das ist eine Frage der Zukunft." Über einen Antrag auf NATO-Mitgliedschaft müsse allein Georgien entscheiden.

2.-8. - N a h e r O s t e n. Der neue israelische Ministerpräsident Barak (vgl. "Blätter", 9/1999, S. 1029) hält sich zu seinem Antrittsbesuch in Moskau auf, wo er auch mit Präsident Jelzin zusammentrifft. In Presseberichten heißt es, Rußland habe zugesagt, eine aktivere Rolle im Nahen Osten zu übernehmen. - Am 3.8. bestätigt ein Berater Baraks die Absicht der israelischen Regierung, die letzte Phase des vorgesehenen Truppenabzugs aus dem Westjordanland bis zum Februar des kommenden Jahres zu verschieben. Palästinenserpräsident Arafat hatte am Vortag den israelischen Regierungschef beschuldigt, nach Ausflüchten zu suchen, um das Abkommen von Wye (vgl. "Blätter", 12/1998, S. 1412) nicht in die Tat umsetzen zu müssen. Barak versuche wie sein Vorgänger Netanyahu, klar formulierte Abmachungen zu umgehen. - Am 10.8.

Oktober 1999

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In der April-Ausgabe erinnert Hauke Brunkhorst an den großen Sozialphilosophen und langjährigen »Blätter«-Mitherausgeber Jürgen Habermas, der am 14. März 2026 gestorben ist. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks stand die Verteidigung der Demokratie. Diese, und mit ihr die Idee eines freien Westens, wird derzeit besonders von einer Figur herausgefordert: Donald Trump. Den unkalkulierbaren Folgen des Irankriegs für die Region wie für die internationale Ordnung widmen sich Dalia Dassa Kaye sowie Nicole Deitelhoff. Robert Kagan wiederum skizziert die absehbaren kriegerischen Folgen einer durch Trump zerstörten amerikanischen Ordnung – und deren hohe Kosten für die USA selbst. Was uns Thukydides heute über den drohenden Zusammenbruch der liberalen Welt lehren kann, fragen Carlotta Voss und Daniel-Pascal Zorn. Und Nick Reimer sowie Olga Bubich erinnern an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor vierzig Jahren und ihre Gegenwart im Schatten des Ukrainekrieges.

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