Ausgabe Mai 2004

Italiens akademische Supermärkte

Kein Gespenst geht mehr um in Europa ... sondern die harte Realität der Marktwirtschaft. Deren enge Konditionen machen auch vor den Toren der Alma Mater nicht Halt und lassen weder Zeit noch Raum für durchaus nötige Reformüberlegungen und Maßnahmen, die zum Ziel hätten, die europäischen Universitäten den tatsächlichen Erforderungen einer demokratischen Zukunft anzupassen.

In Italien waren die Universitäten bis 1968 einer bürgerlichen Oberschicht vorbehalten, erst seit den 70er Jahren haben sie sich durch Öffnung der Zulassungsbestimmungen breiteren Volksschichten geöffnet.

Die strengen Studienordnungen mit Vorlesungen, Anwesenheitspflicht und Prüfungen wurden aufgelockert, experimentelle Neuerungen wie Seminare hielten Einzug, die jedoch zumeist von Nachwuchskräften in prekären Arbeitsverhältnissen abgehalten wurden, da die Verbeamtung der Lehrenden nicht mit den rasch steigenden Studentenzahlen Schritt hielt.

Sie haben etwa 7% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 93% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe Februar 2020

In der Februar-Ausgabe warnen die ehemaligen US-Politiker Ernest J. Moniz und Sam Nunn vor einem erneuten Wettrüsten zwischen Russland und den USA. Hans-Gerd Marian und Michael Müller von den NaturFreunden Deutschlands legen die braunen Linien der deutschen Umweltbewegung offen. Der Vorsitzende der SWP, Volker Perthes, fragt nach den Auswirkungen der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Iran – auch und gerade für Europa. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy zeigt, wie die regierenden Hindu-Nationalisten Millionen Menschen zu Staatenlosen machen und so ein neues Kastensystem schaffen könnten. Und der Stadtforscher Paul Chatterton skizziert die Zukunft der klimaneutralen, nachhaltig produzierenden Stadt.

Zur Ausgabe Probeabo

Weitere Artikel zum Thema Wissenschaft