Ausgabe September 2006

Wahlen als Wirtschaftszweig

1976, vor genau 30 Jahren, traf der Oberste Gerichtshof der USA eine folgenschwere Entscheidung. Sie könnte einmal als jener Richterspruch in die Geschichte eingehen, der Amerikas Demokratie zerstörte. Der Supreme Court befand seinerzeit über eine Klage (Fall Buckley vs. Valeo), die, neben anderen, ein so unwahrscheinliches Gespann wie James L.

1976, vor genau 30 Jahren, traf der Oberste Gerichtshof der USA eine folgenschwere Entscheidung. Sie könnte einmal als jener Richterspruch in die Geschichte eingehen, der Amerikas Demokratie zerstörte.

Der Supreme Court befand seinerzeit über eine Klage (Fall Buckley vs. Valeo), die, neben anderen, ein so unwahrscheinliches Gespann wie James L. Buckley und Eugene McCarthy eingereicht hatte, erzkonservativer Senator aus New York der eine, und der andere, ehemals Senator aus Minnesota, linksliberaler Präsidentschaftskandidat der Demokraten.

Die Entscheidung hatte einen Effekt, der weder angestrebt noch erwartet worden war. In ihrem Windschatten geriet nämlich fortan die Bewerbung um politische Ämter in den Vereinigten Staaten zu einer Art Vermögensprüfung. Wer kein Geld hat (und zwar gewaltige Mengen Geld, die heute beiden Parteien hauptsächlich aus der Wirtschafts- und Geschäftswelt zufließen), der wird nicht gewählt.

Zwar erlegte die Entscheidung in Sachen Buckley vs.

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