Ausgabe Januar 2009

Kurzgefasst

Janna Greve: Die Ware Mensch – Sklaverei im 21. Jahrhundert

Obwohl seit Jahrzehnten offiziell abgeschafft, sind Sklaverei und Sklavenhandel bedrückend aktuell. Weit über 25 Millionen Menschen arbeiten unter Zwangsbedingungen; ihre Produkte landen in den Regalen überall auf der Welt. Wie Sklaverei entsteht, wie sie sich entwickelt und verbreitet, kurz: wo und warum sie boomt, analysiert die Politikwissenschaftlerin Janna Greve. Ihr Fazit: Sklaverei als eklatantes Verbrechen gegen die Menschlichkeit kann nur durch eine konzertierte, multilaterale Aktion bekämpft werden. Andernfalls bleibt die Abschaffung auch weiterhin ein uneingelöstes Versprechen.

Gespräch mit Parag Khanna: „Ein Marshallplan für die USA“

Mit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Barack Obama am 20. Januar endet die Ära Bush. Doch begründet dies auch eine neue, demokratische Zeitrechnung? Wie wird sich die US-Außenpolitik – und damit auch die globale Lage – unter Obama verändern? Zur Diskussion dieser Frage trafen sich die „Blätter“ mit Parag Khanna, Autor des Aufsehen erregenden Buches „Der Kampf um die Zweite Welt“. Seiner Ansicht nach wird die Welt von morgen durch den Aufstieg der mittleren Mächte gekennzeichnet sein – von Brasilien über Südafrika bis Indonesien. Dominieren werden jedoch die neuen Machtblöcke China und Europa sowie die USA – wobei letztere nur durch eine große Kraftanstrengung den wachsenden Machtverlust werden verhindern können.

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Aktuelle Ausgabe Januar 2026

In der Januar-Ausgabe skizziert der Journalist David Brooks, wie die so dringend nötige Massenbewegung gegen den Trumpismus entstehen könnte. Der Politikwissenschaftler Philipp Lepenies erörtert, ob die Demokratie in den USA in ihrem 250. Jubiläumsjahr noch gesichert ist – und wie sie in Deutschland geschützt werden kann. Der Politikwissenschaftler Sven Altenburger beleuchtet die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht – und deren bürgerlich-demokratische Grundlagen. Der Sinologe Lucas Brang analysiert Pekings neue Friedensdiplomatie und erörtert, welche Antwort Europa darauf finden sollte. Die Journalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres erläutern, warum die Abhängigkeit von Öl und Gas Europas Sicherheit gefährdet und wie wir ihr entkommen. Der Medienwissenschaftler Roberto Simanowski erklärt, wie wir im Umgang mit Künstlicher Intelligenz unsere Fähigkeit zum kritischen Denken bewahren können. Und die Soziologin Judith Kohlenberger plädiert für eine »Politik der Empathie« – als ein Schlüssel zur Bekämpfung autoritärer, illiberaler Tendenzen in unserer Gesellschaft.

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