Ausgabe Mai 2009

Kurzgefasst

Harold Meyerson: Die Beerdigung der Reagan-Ära. Die ersten 100 Tage Barack Obamas im Weißen Haus

Der neue US-amerikanische Präsident hat zu Beginn seiner Amtszeit eine entschiedene Abwendung von der Politik George W. Bushs zu seinem Programm erklärt – sowohl in der Innen- als auch in der Außenpolitik. Harold Meyerson, Kommentator der „Washington Post“ und Herausgeber der Zeitschrift „American Prospect“, zieht eine erste – ambivalente – Bilanz der eingeleiteten Reformpolitik. Seine These: Gerade die innenpolitischen Reformen können eine neue „progressive Ära“ in der amerikanischen Politik begründen – wobei allerdings die von Finanzminister Timothy Geithner betriebene, verfehlte Bankenpolitik die Achillesferse der neuen Administration markiert.

Friedhelm Hengsbach: Nach der Krise ist vor der Krise. Für einen wirtschaftspolitischen Neustart ohne Finanzkapitalismus

Auf dem G 20-Gipfel von London suggerierten die Regierungschefs, Antworten auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise gefunden zu haben. Friedhelm Hengsbach, Professor em. für Christliche Sozialwissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, zeigt demgegenüber, dass die eigentlich erforderlichen Reformen einmal mehr ausgeblieben sind – gerade auch in der Bundesrepublik.

Sie haben etwa 25% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 75% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

Zur Ausgabe Probeabo