Ausgabe Mai 2009

Kurzgefasst

Harold Meyerson: Die Beerdigung der Reagan-Ära. Die ersten 100 Tage Barack Obamas im Weißen Haus

Der neue US-amerikanische Präsident hat zu Beginn seiner Amtszeit eine entschiedene Abwendung von der Politik George W. Bushs zu seinem Programm erklärt – sowohl in der Innen- als auch in der Außenpolitik. Harold Meyerson, Kommentator der „Washington Post“ und Herausgeber der Zeitschrift „American Prospect“, zieht eine erste – ambivalente – Bilanz der eingeleiteten Reformpolitik. Seine These: Gerade die innenpolitischen Reformen können eine neue „progressive Ära“ in der amerikanischen Politik begründen – wobei allerdings die von Finanzminister Timothy Geithner betriebene, verfehlte Bankenpolitik die Achillesferse der neuen Administration markiert.

Friedhelm Hengsbach: Nach der Krise ist vor der Krise. Für einen wirtschaftspolitischen Neustart ohne Finanzkapitalismus

Auf dem G 20-Gipfel von London suggerierten die Regierungschefs, Antworten auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise gefunden zu haben. Friedhelm Hengsbach, Professor em. für Christliche Sozialwissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, zeigt demgegenüber, dass die eigentlich erforderlichen Reformen einmal mehr ausgeblieben sind – gerade auch in der Bundesrepublik.

Sie haben etwa 27% des Textes gelesen. Um die verbleibenden 73% zu lesen, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

Artikel kaufen (1€)
Digitalausgabe kaufen (10€)
Anmelden

Aktuelle Ausgabe April 2020

In der April-Ausgabe analysiert der Politikwissenschaftler Ulrich Menzel, wie die Corona-Krise die große Erzählung vom Segen der Globalisierung endgültig entzaubert. Der Ökonom Thomas Piketty widmet sich der Ideologie der Ungleichheit und zeigt: Das Aufstiegsversprechen westlicher Gesellschaften ist nicht länger tragfähig. Der Historiker Yoni Appelbaum erkennt im demographischen Wandel in den USA einen zentralen Treiber für den wachsenden Hass in der amerikanischen Gesellschaft. Der Migrationsforscher Mark Terkessidis geht den kolonialen Wurzeln des Rassismus auf den Grund. Und die Juristin und »Blätter«-Mitherausgeberin Rosemarie Will würdigt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidassistenz.

Zur Ausgabe Probeabo