Ausgabe Januar 2010

Liebe Leserinnen und Leser,

das sich dem Ende zuneigende Jahr 2009 war für die „Blätter“ – der allgemeinen „Krise der Printmedien“ zum Trotz – erneut ein sehr erfolgreiches. So konnten wir seit 2006 das vierte Mal in Folge die Zahl unserer Abonnements steigern, auf nunmehr 6400. Da der Freiverkauf ebenfalls leicht gestiegen ist, erhöhen wir mit diesem Heft die „Blätter“-Auflage auf 8200 Exemplare.

Dies ist eine gute Nachricht für die „Blätter“ – und für Sie als unsere Leserinnen und Leser. Denn als Zeitschrift, die sich nahezu ausschließlich über Abonnements finanziert, können wir dank der erhöhten Auflage unsere Preise trotz gestiegener Produktionskosten weiterhin konstant halten.

Das Jahr 2010 beginnen wir mit einer wichtigen Neuerung: Ende Januar gehen die „Blätter“ mit einem neuen Web-Auftritt online. Auf www.blaetter.de halten wir dann in runderneuertem Layout zusätzliche Angebote für Sie bereit: Neben ausgewählten Beiträgen aus der Print-Ausgabe, die weiterhin frei zugänglich sind, werden wir Online-Dossiers zu aktuellen Themen anbieten. Für die Recherche bieten sich ebenfalls neue Optionen: Neben der Suche nach Begriffen besteht die Möglichkeit, „Blätter“-Beiträge sortiert nach Themenschwerpunkten aufzurufen. Über das Autorenverzeichnis können Sie zudem ganz gezielt die „Blätter“-Aufsätze bestimmter Autorinnen und Autoren finden. Und noch etwas wird sich verändern: Bislang konnten Sie die einzelnen „Blätter“-Artikel nicht online kaufen. Die jüngste Leserumfrage ergab jedoch ein starkes Interesse an dieser Möglichkeit. Deshalb können zukünftig auch diejenigen, die kein zusätzliches Online-Abo abgeschlossen haben, alle Beiträge der letzten Jahre einzeln gegen einen geringen Betrag herunterladen.

Wer über neue Beiträge auf der Website oder Veranstaltungen mit „Blätter“-Beteiligung informiert werden möchte, kann bereits heute auf der „alten“ Website unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.

Natürlich hoffen wir darauf, dass Sie uns auch weiterhin unterstützen. Aus sämtlichen Umfragen wissen wir, dass keine Werbung so wirksam ist, wie die Empfehlung unter Freunden. Gerne lassen wir Ihren Bekannten und Verwandten ein kostenloses Probeexemplar der „Blätter“ zukommen. Sie brauchen uns dafür lediglich eine Liste mit Namen und Adressen zusenden.

Am 5. Dezember verstarb unser langjähriger Mitherausgeber Jörg Huffschmid. Wir trauern um einen engagierten Mitstreiter und Freund.

Redaktion und Verlag wünschen Ihnen alles Gute für das Jahr 2010.

Berlin, im Dezember 2009

 

Aktuelle Ausgabe März 2026

In der März-Ausgabe spannt sich der Bogen von der Antike bis zur Gegenwartskrise: Markus Linden zeigt, wie die Neue Rechte Platon und Cicero für ihre antiliberale Propaganda vereinnahmt. Maike Albath beleuchtet, wie Giorgia Meloni der italienischen Rechten ein vermeintlich harmloses, mütterliches Image verleiht. Antje Schrupp bilanziert die Politik der Gleichstellung und fragt, wie weibliche Freiheit in einem postpatriarchalen Zeitalter neu gedacht werden kann. Zum Holocaust-Gedenktag fordert die Auschwitz-Überlebende Tova Friedman in einem eindringlichen Appell entschlossenes Handeln gegen den wieder aufblühenden Antisemitismus. Eva Illouz diskutiert mit Dieter Thomä, wie im Schatten des Gazakrieges die Voraussetzungen für eine friedliche Zukunft in Nahost geschaffen werden könnten. Wolfgang Zellner analysiert, wie Europa angesichts des drohenden Zerfalls der Nato seine Souveränität bewahren kann. Robert Misik plädiert für einen radikalen Linksliberalismus als Antwort auf den rechten Autoritarismus. Und während Jochen Ahlswede 15 Jahre nach Fukushima vor einer Entmachtung der Atomsicherheitsbehörden warnt, fragt Frank Adloff, wie sich eine ökologische Zukunft trotz multipler Krisen offenhalten lässt.

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