Ausgabe Juli 2017

Kurzgefasst

Bernie Sanders: »Stehen Sie nicht abseits: Demokratie ist kein Zuschauersport!«, S. 41-48

Die Trump-Regierung plant massive Kürzungen im Sozialstaat und Steuervergünstigungen für Milliardäre. Das aber verschärft die ohnehin dramatische soziale Spaltung in den USA, so der ehemalige demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders. Gerade die Jugend müsse sich gegen diese oligarchischen Bestrebungen zur Wehr setzen – nicht nur in den USA.

Claus Leggewie: Frankreich oder: Die Renaissance der »zweiten Linken«, S. 49-54

Angesichts der Machtfülle des neuen Präsidenten Emmanuel Macron beschwören manche schon das Schreckensbild einer autoritären Versuchung herauf. Das aber ist ein Trugschluss, so der Politikwissenschaftler Claus Leggewie: Macron ist ein europäisch denkender Erneuerer in libertärer Tradition – und eröffnet damit auch der Linken neue Spielräume.

Hauke Brunkhorst: Europa am Abgrund: Zwölf Jahre Merkel, S. 55-62

Angela Merkel fordert angesichts der unberechenbaren Außenpolitik Donald Trumps die Selbstbehauptung Europas. Doch diese Strategie droht an ihrer eigenen Politik zu scheitern, warnt der Soziologe Hauke Brunkhorst. Denn ihr rigoroser Austeritätskurs verschärft das ökonomische Machtgefälle innerhalb der EU und befördert so deren Spaltung.

Wolfgang Zellner: Eine Welt in Unordnung.

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Aktuelle Ausgabe Juni 2026

In der Juni-Ausgabe deutet Andreas Püttmann den Aufstieg der Rechten als Ausdruck einer tiefgreifenden kulturellen Krise und eines entgrenzten Narzissmus. Meron Mendel plädiert für eine Pluralisierung der Erinnerungskultur, die nicht nur warnt, sondern auch verbindet. Angesichts des gegenwärtigen autoritären Umbruchs entwirft Franziska Brantner einen neuen Liberalismus, der Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zusammendenkt. Nina Kolleck erklärt, warum die Nutzung von Social Media kein Privatproblem ist und die Verantwortung für deren gravierende Folgen zuvorderst bei den Plattformbetreibern liegt. Carola Lentz würdigt die Geschichte des Goethe-Instituts und die demokratische Qualität seiner Kulturarbeit, die heute zunehmend in das Fahrwasser rauer Machtpolitik gerate. Wolfgang Zellner lotet in einer von Ordnungszerfall und Großmachtkonkurrenz geprägten Welt die Handlungsspielräume Europas aus, während Wolfgang Kaleck fragt, wie sich das Völkerrecht gegen Trump verteidigen – und weiterentwickeln – lässt.

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