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»Anzahl von Migranten in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen steigt«

Malteser-Migrationsbericht, 11.9.2019

Am 11. Septemberhaben die Malteser den zweiten Migrationsbericht für Deutschland in Berlin vorgestellt. Der Bericht analysiert und bewertet den Stand vonZu- und Abwanderung, Flucht und Integration in Deutschland. Der wissenschaftliche Teil des von der Malteser Stiftung herausgegeben Berichts stammt federführendvon Professor Lars P. Feld, Direktor des Walter Eucken Instituts in Freiburg und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Prof. Lars Feld sagte: „Seit April 2017 ist die Anzahl ausländischer Personen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung um rund 723.000 auf inzwischen 4,1 Millionen Personen gestiegen. Sie tragen maßgeblich zum Beschäftigungsaufbau bei.“ Und weiter: „Die langfristigen Auswirkungen der Aufnahme der Geflüchteten auf den Staatshaushalt sind aus finanzwissenschaftlicher Sicht langfristig tragbar.“
Der Beauftragte der Malteser für den Migrationsbericht,Karl Prinz zu Löwenstein, erläuterte den Anspruch, „mit dem Migrationsbericht den Fakten Raum zu geben und sich nicht von Stimmungen leiten zu lassen“.Er warnte zugleich davor, „aufgrund der kleiner werdenden Zahl von Immigrierenden einfach zum Alltag überzugehen.“
Löwenstein kritisierte, dass sich seit den Jahren 2015/16 der Fokus in der politischen Diskussion zu einseitig auf das Grenzregime richte. „Wir müssen neuen Schwung für die Integration nehmen! Priorität muss jetzt die Integration der bereits Angekommenen bekommen. Der Bericht macht deutlich, dass Einwanderung nicht nur Risiken, sondern auch Chancen bringt.“
„Für eine langfristige und nachhaltige Integration ist die ‚Integration mittels Identifikation‘ entscheidend. Zugewanderte müssen sich zugehörig fühlen können und auf eine offene ansässige Bevölkerung treffen. Es braucht Begegnung und Leben mit Deutschen.“ Das in mehr als 90 Städten und Gemeinden installierte System der ehrenamtlichen Malteser „Integrationslotsen“ sei eins von mehreren guten Vorbildern. „Diejenigen, die solche Aktivitäten mit Aggression und Gewalt untergraben, schaden Deutschland“, sagte Löwenstein.

Den vollständigen Bericht  finden Sie hier.