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»Das Bildungsniveau im jungen Erwachsenenalter alleine ist kein Schutzfaktor für ein Leben ohne Armut«

AWO-ISS-Langzeitstudie, 6.2.2020

Ausbildung, Arbeitsmarktintegration, Loslösung vom Elternhaus, Partnerschaftlichkeit und Familiengründung sind zentrale Entwicklungsaufgaben beim Übergang ins junge Erwachsenenalter. Für junge Erwachsene, die aktuell von Armut betroffen sind oder Armut in Kindheit und Jugend erfahren haben, stellt der Übergang häufig eine ungleich höhere Herausforderung dar. Dies äußert sich etwa in Form einer verzögerten, erschwerten oder (noch) nicht vollzogenen Bewältigung von Entwicklungsaufgaben wie dem Abschluss einer Ausbildung oder die Integration in den Arbeitsmarkt.

Ein Drittel der Befragten bleibt von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter arm. Entsprechend gelang zwei Drittel der armutserfahrenen Studienteilnehmenden der Ausstieg aus der Armut. Von allen Befragten, die in verfestigter Armut aufgewachsen sind, ist rund einer Hälfte der Ausstieg aus der Armut erst beim Übergang ins junge Erwach-senenalter gelungen. Ökonomische Verselbstständigung spielt hier eine wichtige Rolle. Die Mehrheit der jungen Erwachsenen, deren Kindheit von finanzieller Sicherheit geprägt war, ist auch im weiteren Lebensverlauf nicht mit Armut in Berührung gekommen.

Die vollständige Studie finden Sie hier.