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»Der Rückgang der Entwicklungszusammenarbeit trifft insbesondere die Menschen, die ohnehin unter den Folgen von Armut, Konflikten und Krisen leiden«

Pressemitteilung von 20 Entwicklungs- und Hilfsorganisationen, 3.7.2026

Weltweit ist ein Rückgang der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu beobachten, dem auch Deutschland mit seinen aktuellen Haushaltsentscheidungen folgt. So sind die deutschen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Bereits heute unterschreitet Deutschland das international vereinbarte Ziel, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungsleistungen (ODA-Quote) bereitzustellen. Im Jahr 2025 lag die deutsche ODA-Quote bei lediglich 0,56 Prozent. Mit den geplanten weiteren Kürzungen setzt sich dieser Trend fort. Gleichzeitig nimmt der Bedarf an internationaler Unterstützung weltweit zu. Bewaffnete Konflikte, Hungerkrisen, die Folgen des Klimawandels und anhaltende Armut betreffen Millionen Menschen. Frauen, Kinder, LGBTQI+ Personen und andere benachteiligte Menschen sind besonders gefährdet. Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Entwicklungszusammenarbeit setzt auf die langfristige Überwindung von Armut und Ungleichheit, stärkt die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften und unterstützt den Aufbau tragfähiger Strukturen. Sie fördert den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, stärkt soziale Sicherungssysteme und schafft wirtschaftliche Perspektiven. Humanitäre Hilfe trägt dazu bei, Leben zu retten und die Folgen akuter Krisen zu begrenzen. Vor diesem Hintergrund drohen die massiven Kürzungen der Vergangenheit und der fortschreitende Kürzungstrend die Entwicklungsfortschritte der vergangenen Jahre zu gefährden. Sie treffen insbesondere die Menschen, die ohnehin unter den Folgen von Armut, Konflikten und Krisen leiden.

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