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»Die Armut in Deutschland hat ein neuerliches Rekordhoch erreicht.«

Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, 19.2.2015

Der Armutsbericht 2014 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erscheint in diesem Jahr verspätet, doch dies aus gutem Grund. Durch die Umstellung und Revision der Daten des Statistischen Bundesamtes auf der Basis des Zensus 2011 war eine Veröffentlichung wie gewohnt im Dezember nicht möglich. Gleichwohl tut diese Verzögerung der Brisanz der Erkenntnisse keinen Abbruch. Die Armut in Deutschland hat nicht nur ein neuerliches trauriges Rekordhoch erreicht, auch ist Deutschland dabei, regional regelrecht auseinander zu fallen. Zwischen dem Bodensee und Bremerhaven, zwischen dem Ruhrgebiet und dem Schwarzwald ist Deutschland, was seinen Wohlstand und seine Armut anbelangt, mittlerweile ein tief zerklüftetes Land.

Betroffen sind vor allem Erwerbslose, Alleinerziehende und Kinder. Wenn die ganz überwiegende Mehrheit aller Erwerbslosen, nämlich 59 Prozent, und wenn über 40 Prozent aller Alleinerziehenden in Armut leben müssen, dann stimmt etwas nicht mehr mit unserem Sozialstaat. Wenn in Berlin jedes dritte Kind von Hartz IV leben muss oder in Bremerhaven sogar unvorstellbare 38 Prozent und nicht umgehend politisch alle Kraft dafür aufgewendet wird, diese Entwicklung zu stoppen und die Armut ganz entschieden zu bekämpfen, dann stimmt etwas nicht mit der Politik in diesem Lande.    

Der vorliegende Bericht belässt es nicht beim Aufzeigen der Armutsentwicklung in Deutschland, beim Identifizieren von Trends und von besonderen Risikogruppen. Er zeigt auch die politische Agenda auf, deren zügige Umsetzung zwingend ist, will man der verheerenden Armutsentwicklung in Deutschland nicht einfach tatenlos zuschauen.

Deutschland ist das viertreichste Land auf dieser Erde. Nie war in unserem Land der private Reichtum so groß wie heute. Deutschland hat alle Möglichkeiten und es politisch selbst in der Hand, Armut zu beseitigen.

Die wichtigsten Befunde im Überblick:

  1. Die Armut in Deutschland hat mit einer Armutsquote von 15,5 Prozent ein neues Rekordhoch erreicht und umfasst rund 12,5 Millionen Menschen.

  2. Der Anstieg der Armut ist fast flächendeckend. In 13 der 16 Bundesländer hat die Armut zugenommen. Lediglich Sachsen-Anhalt verzeichnet einen ganz leichten und Brandenburg einen deutlicheren Rückgang. In Sachsen ist die Armutsquote gleich geblieben.

  3. Die Länder und Regionen, die bereits in den drei vergangenen Berichten die bedenklichsten Trends zeigten – das Ruhrgebiet, Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern – setzen sich ein weiteres Mal negativ ab, indem sie erneut überproportionale Zuwächse aufweisen.

  4. Die regionale Zerrissenheit in Deutschland hat sich im Vergleich der letzten Jahre verschärft. Betrug der Abstand zwischen der am wenigsten und der am meisten von Armut betroffenen Region 2006 noch 17,8 Prozentpunkte, sind es 2013 bereits 24,8 Prozentpunkte.

  5. Als neue Problemregion könnte sich neben dem Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen auch der Großraum Köln/Düsseldorf entpuppen, in dem mehr als fünf Millionen Menschen leben, und in dem die Armut seit 2006 um 31 Prozent auf mittlerweile deutlich überdurchschnittliche 16,8 Prozent zugenommen hat.

  6. Erwerbslose und Alleinerziehende sind die hervorstechenden Risikogruppen, wenn es um Armut geht. Über 40 Prozent der Alleinerziehenden und fast 60 Prozent der Erwerbslosen in Deutschland sind arm. Und zwar mit einer seit 2006 ansteigenden Tendenz.

  7. Die Kinderarmut bleibt in Deutschland weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Armutsquote der Minderjährigen ist von 2012 auf 2013 gleich um 0,7 Prozentpunkte auf 19,2 Prozent gestiegen und bekleidet damit den höchsten Wert seit 2006. Die Hartz-IV-Quote der bis 15-Jährigen ist nach einem stetigem Rückgang seit 2007 in 2014 ebenfalls erstmalig wieder angestiegen und liegt mit 15,5 Prozent nun nach wie vor über dem Wert von 2005, dem Jahr, in dem Hartz IV eingeführt wurde.

  8. Bedrohlich zugenommen hat in den letzten Jahren die Altersarmut, insbesondere unter Rentnerinnen und Rentnern. Deren Armutsquote ist mit 15,2 Prozent zwar noch unter dem Durchschnitt, ist jedoch seit 2006 überproportional und zwar viermal so stark gewachsen. Keine andere Bevölkerungsgruppe zeigt eine rasantere Armutsentwicklung.

[...]

Fazit und Agenda

Der aktuelle Armutsbericht und die Datenlage, auf die er aufsetzt, lassen keinen Zweifel: Die Armut in Deutschland ist auf Rekordhoch. Noch nie war die Einkommensschere so weit geöffnet wie derzeit. Es gibt aktuell auch keine politischen Weichenstellungen, die Anlass zu der Vermutung geben könnten, dass sich dieser Trend kurzfristig umkehren könnte.

Der diesjährige Armutsbericht macht deutlich, dass sich die steigende Armut von wirtschaftlichen Entwicklungen gänzlich abgekoppelt hat. Auch in Zeiten volkswirtschaftlicher Prosperität geht die Einkommensschere weiter auseinander und die relative Armut nimmt zu. Hierbei nähert sich die relative Armutsgrenze von 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens sehr bedenklich dem Niveau der Grundsicherung für Arbeitssuchende und erwerbsunfähigen Menschen. Bei Familien mit mehreren Kindern liegt die relative Einkommensgrenze regional zum Teil schon unter dem Grundsicherungsniveau.

Wo wirtschaftliches Wachstum jedoch die Einkommensschere nicht schließt, sondern sogar noch vergrößert und zusätzliche Armut erzeugt, ist in einem Sozialstaat politisches Handeln gefragt. Es geht um die Vermeidung von Armut und es geht um Verteilungsgerechtigkeit. Angesichts auch zunehmender regionaler Disparitäten ist darüber hinaus eine Politik gefordert, die in der Lage ist, für Ausgleiche zu sorgen und die relative Verelendung von Regionen solidarisch zu verhindern.

Um eine weitere soziale und regionale Verelendung zu verhindern, brauchen wir politische Maßnahmen in der Primärverteilung, in der Sekundärverteilung und schließlich beim Länderfinanzausgleich.

Für armutsfeste Einkommen[1]

Mindestlohnpolitik 

Was die sogenannte Primärverteilung angeht, stellt die Einführung des Mindestlohnes einen wichtigen ersten Markstein dar. Erstmalig ist in Deutschland eine gesetzliche Untergrenze eingezogen worden, was angesichts der abnehmenden Tarifgebundenheit von Unternehmen zwingend notwendig war. Ob der Mindestlohn tatsächlich zu einem Instrument der Armutsbekämpfung werden kann, wird nun von seiner weiteren Ausgestaltung abhängen. Fest steht: Mit derzeit 8,50 Euro kann es einer Familie kaum gelingen, sie aus Hartz IV herauszuführen. Auch werden mit 8,50 Euro Stundenlohn keine Rentenanwartschaften erzielt, die selbst bei 40 oder 45 Versicherungsjahren einen auskömmlichen Lebensabend garantieren und von Altersgrundsicherung unabhängig machen könnte, falls keine weiteren Einkommen in den Haushalt einfließen.

Der Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro stellt damit ohne Frage zwar ein wichtiges Instrument dar, um die schlimmsten Verwerfungen in einem in den letzten Jahren stark angewachsenen Mindestlohnsektor zu beseitigen, auch setzt er ein wichtiges Signal in Richtung Wertschätzung von Arbeit und gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, doch ist er aktuell noch kein tatsächlich armutspolitisches Werkzeug.

Wenn im Jahre 2013 die relative Armutsgrenze für ein Ehepaar mit zwei Kindern bei 1.873 Euro lag, hätte somit – selbst unter Berücksichtigung des Kindergeldes – ein Alleinverdiener einen Stundenlohn von etwa 11,50 Euro haben müssen, um diese Schwelle zu überwinden.

Öffentlich geförderte Beschäftigung

Voraussetzung für eine Bekämpfung der Armut über Erwerbseinkommen ist selbstverständlich, dass die Menschen überhaupt über einen Arbeitsplatz verfügen. Die Bundesregierung hat sich jedoch spätestens mit den arbeitsmarktpolitischen Sparbeschlüssen aus dem Jahre 2010 ganz offensichtlich zu einer Arbeitsmarktpolitik entschlossen, die die Priorität klar auf die Vermittlung relativ problemlos vermittelbarer Arbeitsloser setzt und dabei die Integration langzeitarbeitsloser Menschen hinten anstellt. Im Ergebnis, auch das hat der vorgelegte Armutsbericht aufgezeigt, profitierten die Bezieher von Leistungen nach dem SGB II kaum von den zusätzlich entstandenen Arbeitsplätzen und von dem Abbau der Arbeitslosigkeit insgesamt. Nach wie vor gibt es über eine Million Langzeitarbeitslose in Deutschland, nach wie vor sind über 6 Millionen Menschen im Bezug von Hartz IV. Dringend notwendig zur Bekämpfung der zunehmenden Armut und Ungleichheit ist daher eine offensive Arbeitsmarktpolitik, die gerade auch Langzeitarbeitslose und schwervermittelbare Menschen in den Fokus nimmt. Es bedarf flexibler Instrumente der Bildung, der Qualifizierung und, wo nötig, der sozialarbeiterischen Flankierung. Und es bedarf schließlich öffentlich geförderter Beschäftigung, die im Einzelfall auch längerfristig angelegt ist, die am Markt agieren darf und die sich in der Entlohnung der Beschäftigten an Tarifen und Mindestlöhnen orientiert.

Der sogenannte Passiv-Aktiv-Transfer, d. h. die Möglichkeit der Verwendung von Mitteln zur Sicherung des Lebensunterhalts zur Finanzierung von Beschäftigungsangeboten, wäre eine wichtige finanzpolitische Voraussetzung dafür, die zu schaffen ebenfalls noch aussteht.

Regelsätze 

Eine Armutsquote bei Erwerbslosen von 59 Prozent heißt nichts anderes, als dass Erwerbslose in Deutschland im Regelfall nicht vor Armut geschützt sind. Und auch stark überproportionale Armutsquoten bei Alleinerziehenden und kinderreichen Familien weisen darauf hin, dass das soziale Sicherungssystem bei diesen Personengruppen offensichtlich eklatante Lücken aufweist.

Zur Armutsvermeidung sind daher Maßnahmen im Sicherungssystem für arbeitslose Menschen aber auch im Familienlastenausgleich dringend geboten.

Notwendig ist eine deutliche Erhöhung der Regelsätze im SGB II und SGB XII. Die Anpassung dieser Sätze zum 1. Januar 2015 auf 399 Euro ist nicht ausreichend, um Armut wirklich zu vermeiden. Nach Berechnungen des Paritätischen müsste der Regelsatz nach jetziger Systematik mindestens 485 Euro betragen, um Armut zu verhindern und zumindest das soziokulturelle Existenzminimum in Deutschland abzudecken[2].

Arbeitslosengeld

Immer mehr Personen in Deutschland haben zwar über Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt, müssen aufgrund ihres geringen Verdienstes im Falle der Arbeitslosigkeit aber dennoch mit SGB II-Leistungen aufstocken, was gleich in mehrerer Hinsicht problematisch ist. Angezeigt ist daher ein Mindestarbeitslosengeld I einzuführen, das in der Höhe dafür sorgt, dass bei Bezug des Arbeitslosengeldes I nach einer Vollerwerbstätigkeit im Regelfall die Abhängigkeit von aufstockenden Leistungen nach dem SGB II vermieden wird.

Ohnehin erhält derzeit nur etwa jeder dritte Arbeitslose überhaupt noch Arbeitslosengeld I. Eine Überprüfung der gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen für das Arbeitslosengeld I ist damit dringend geboten.

Familienlastenausgleich

Der Umstand, Alleinerziehend zu sein oder drei und mehr Kinder zu haben, ist ein besonderes Armutsrisiko in Deutschland, wie dieser Bericht aufzeigt. Es ist eine Situation, die sich seit Jahren verschärft. Dies ist jedoch nicht nur darauf zurückzuführen, dass Alleinerziehende besonders häufig von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Eine ebenso große Rolle spielt, dass der derzeitige Kinderlastenausgleich nicht dafür sorgt, dass Familien mit unterdurchschnittlichem Erwerbseinkommen vor Armut geschützt sind. Insofern stellt der lapidare Verweis, dass es ausschließlich darauf ankäme, erwerbslose Eltern und insbesondere Alleinerziehende in Arbeit zu vermitteln keine Lösung dar.

Der Familienlastenausgleich muss daher dringend „vom Kopf auf die Füße“ gestellt werden. Anstatt wie bisher denjenigen Familien mit den höchsten Einkommen über steuerliche Freibeträge auch noch die stärkste Unterstützung zu gewähren, muss der Kinderlastenausgleich so gestaltet werden, dass er insbesondere einkommensschwachen Familien zugute kommt und sie vor dem Fall in Hartz IV bewahrt. Es kann vor allem nicht länger sein, dass ausgerechnet Hartz-IV- Bezieher faktisch leer ausgehen.

Der Kinderzuschlag stellt, wie er derzeit ausgestaltet ist, keine Lösung dar. Zum einen sorgt er nicht für ein Einkommensniveau, das vor Armut schützt, zum anderen unterliegt er im Wesentlichen den gleichen restriktiven Bedingungen wie auch Leistungen nach dem SGB II. Ziel muss stattdessen ein einkommens- und bedarfsorientiertes Kindergeld sein.

Alterssicherung

Die starke Zunahme bei der Altersarmut, die dieser Bericht dokumentiert, weist darauf hin, dass auch im System der Alterssicherung dringend und schnell Weichenstellungen vorzunehmen sind, um die auf uns zurollende Lawine der Altersarmut aufzuhalten. Eine Stabilisierung des Rentenniveaus bei 50 Prozent wäre in diesem Zusammenhang ebenso wichtig wie eine durchgreifende Reform der Altersgrundsicherung. Diese ist so auszugestalten, dass sie den betroffenen Menschen unbürokratisch zukommt und in der Höhe tatsächlich vor Armut schützt. Erforderlich sind zudem großzügigere Freibeträge auf Vorsorgeleistungen und Rentenansprüche.

Die Tatsache, dass in den nächsten 15 Jahren immer mehr Menschen mit stark gebrochenem Erwerbsbiografien das Rentenalter erreichen, sorgt dafür, dass allein über rentenrechtliche Regelungen dem Problem der kommenden Altersarmut nicht begegnet werden kann – zumindest wenn die verfügbaren Mittel halbwegs zielgenau eingesetzt werden sollen. 

Regionale Verteilung

Die wachsende Einkommensarmut geht einher mit einer wachsenden Armut der öffentlichen Haushalte in den betroffenen Kommunen. Die zunehmende auch regionale Zerrissenheit, die der vorgelegte Bericht dokumentiert, fordert daher auch wirksame Maßnahmen des regionalen Ausgleichs. Die Entwicklungen in Regionen wie dem Ruhrgebiet, dem Stadtstaat Bremen oder auch Mecklenburg-Vorpommern lassen die These zu, dass es hier nicht mehr möglich sein wird, dass sie sich „am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen“ können.

Im Zuge des aktuell verhandelten Länder-Finanzausgleichs und der Verteilung der Umsatzsteuer muss daher die solidarische Unterstützung solcher Regionen sichergestellt werden. Der Solidaritätszuschlag ist in diesem Sinne weiter zu entwickeln, um die Finanzierung notwendiger Investitionen in strukturschwachen Regionen in allen Teilen Deutschlands zu ermöglichen. Die föderalen Finanzbeziehungen müssen darüber hinaus künftig die Leistungsfähigkeit und die Bedarfe von Bund, Ländern und insbesondere von Kommunen angemessen berücksichtigen. Notwendigen Aufgaben vor Ort müssen schließlich ausreichend finanziert werden.

Zur Bekämpfung der Armut in Deutschland ist somit eine vertikale und horizontale Umverteilung von Vermögen und Einkommen notwendig. Sie wird hingegen nicht gelingen, wenn die Einnahmenseite der öffentlichen Haushalte nicht deutlich verbessert wird. Maßnahmen wie eine Reform der Grundsicherung, der Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung, die Stabilisierung des Rentenniveaus, die Erstellung eines bedarfsgerechten Familienlastenausgleichs, aber auch die Sicherung der sozialen und kulturellen Infrastruktur vor Ort erfordern jedes Jahr zusätzliche Milliardenbeträge. Angesichts der Schuldenbremse ist der Weg der Kreditfinanzierung weitestgehend versperrt. Eine Politik der Armutsbekämpfung wird daher auf Steuererhöhungen nicht verzichten können.

Es geht um die solidarische Finanzierung von Sozialleistungen und Leistungen der Daseinsvorsorge durch die stärkere Heranziehung großer Vermögen und hoher Einkommen. Die einschlägigen Daten dazu sind bekannt und müssen hier nicht noch einmal rezipiert werden. Im Jahre 2013 fand eine steuerpolitische Diskussion in diesem Lande in einer Intensität wie lange nicht mehr statt. In dieser Diskussion sind die volkswirtschaftlichen Spielräume für einen steuerpolitischen Kurswechsel ebenso präzise benannt worden wie die möglichen zusätzlichen Einnahmen, die durch eine maßvolle Besteuerung von Vermögen, eine Reform der Erbschaftssteuer, eine stärkere Besteuerung von Kapitalerträgen, aber auch von sehr hohen Einkommen generiert werden können.

Deutschland hat es in der Hand, sein immer größer werdendes Armutsproblem zu lösen und sein Gemeinwesen zugunsten aller zu stärken. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Steuerpolitik, die sich zur Notwendigkeit einer solidarischen Finanzierung dieses Gemeinwesens bekennt.

[1] Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat für alle nachfolgend genannten Maßnahmen detaillierte Konzepte vorgelegt, die über die Internetseite www.paritaet.org abrufbar sind oder erfragt werden können unter info@paritaet.org.

[2] Vgl. Der Paritätische Gesamtverband: Expertise zur Fortschreibung der Regelsätze zum 1. Januar 2015. Tabellen zur Aufteilung der Verbrauchspositionen von Regelsätzen (Regelbedarfsstufen) 2008 bis 2015, Berlin Dezember 2014.

Die vollständige Studie finden Sie hier (pdf).