Dokumente zum Zeitgeschehen

»Die Bewältigung der wasserbezogenen Folgen des Klimawandels ist eine gemeinsame Aufgabe aller staatlichen Ebenen und gesellschaftlichen Akteure«

Abschlussbericht der Enquetekommission zum Thema »Wasser in Zeiten der Klimakrise«, 7.9.2026

Vorindustriell (1850-1900) lag die CO2-Konzentration bei ca. 280 ppm. Ein derartiges Niveau wurde in den vergangenen 800.000 Jahren nie überschritten. Zwischen 2011 und 2020 lag allein die durchschnittliche CO₂-Konzentration bei etwa 410 ppm. In diesem Zeitraum stieg die globale Durchschnittstemperatur um 1,1 °C im Vergleich zur vorindustriellen Ära. Im Jahr 2023 erreichte die CO₂-Konzentration rund 424 ppm – ein Wert, der zuletzt vor etwa 3,3 Millionen Jahren übertroffen wurde. Der rapide Anstieg um 50 Prozent innerhalb einer so kurzen Zeitspanne ist mit hoher Wahrscheinlichkeit einzigartig in den letzten 66 Millionen Jahren (LANUV 2024a, S. 7–8). Das Jahr 2024 markiert gar einen Rekord: Seit Beginn der Aufzeichnungen 1957 wurde noch nie eine so große Zunahme an CO2 in der Atmosphäre gemessen wie in diesem Jahr. Während der Anstieg in der letzten Dekade 2,4 ppm pro Jahr betrug, lag er 2024 bei 3,5 ppm. Dies entspricht einer Erhöhung um 45 Prozent (World Meteorological Organization 2025).

Der IPCC-Sachstandsbericht AR6 (IPCC 2023a) macht deutlich, dass bereits bei einer globalen Erwärmung von 1,5 °C bestimmte Schäden und Verluste („loss and damage“) unvermeidlich werden, da sie durch Anpassungsmaßnahmen nicht mehr aufgefangen werden können. Besonders betroffen sind sehr empfindliche Ökosysteme wie Korallenriffe, das arktische Meereis, alpine Gletscher, die die Wasserführung des Rheins im Sommer stützen, oder hochalpine Lebensräume, die schon bei vergleichsweise geringen Temperaturanstiegen dauerhaft beeinträchtigt werden können, aber auch z.B. Moore in Nordrhein-Westfalen. Der Bericht betont außerdem, dass die Möglichkeiten, sich an die Klimafolgen anzupassen, in manchen Regionen der Welt bei zunehmenden extremen Wetterereignissen stark eingeschränkt sind. Dies trifft insbesondere vulnerable Bevölkerungsgruppen, deren Lebensgrundlagen etwa durch häufigere Dürren oder Überschwemmungen gefährdet werden. Überschreitet die globale   2 °C, verschlechtern sich die Lebensbedingungen weltweit langfristig und erheblich (IPCC 2023a). Jede zusätzliche Begrenzung des Temperaturanstiegs – selbst um wenige Zehntelgrad – reduziert dabei entscheidend die existenziellen Risiken für Mensch und Natur (LANUV 2024a, S. 8–9).

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.