Metastudie der Björn Steiger Stiftung, 17.12.2025
Im Rahmen dieser Arbeit wurden wissenschaftliche Studien und Datenerhebungen aus dreizehn verschiedenen Städten analysiert. Untersucht wurden die Auswirkungen der Einführung von 30 km/hbzw. 20 mph-Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Verkehrssicherheit, Verkehrsvolumen, Reisedauer, Schadstoffemissionen, Lärmbelastung und die Wahrnehmung der Anwohner.
Bezüglich der Verkehrssicherheit zeigen sich durchweg positive Effekte: Die Einführung eines Tempolimits führt zu einer niedrigeren Durchschnittsgeschwindigkeit, wobei das Ausmaß der Reduktion von Straßentyp und Ausgangsgeschwindigkeit abhängt. Die Zahl der Unfälle sowie der Verletzten und Getöteten nahm in allen betrachteten Städten ab. Dem stehen nur geringfügige Veränderungen im Verkehrsvolumen und in der Fahrtdauer gegenüber. Während das Verkehrsvolumen leicht sinkt, bleibt die Fahrtdauer meist unverändert oder steigt nur minimal. Somit lässt sich ein deutlicher Zugewinn an Verkehrssicherheit erzielen, ohne dass nennenswerte Nachteile für den Verkehrsfluss entstehen.
Alle untersuchten Vorher-Nachher-Vergleiche zeigen eine Abnahme der Schadstoffemissionen und der Lärmbelastung. Gleichzeitig stieg die Toleranz der Anwohner gegenüber Lärm. Theoretische Studien, die einen gegenteiligen Effekt prognostizieren, konnten durch reale Messungen bislang nicht bestätigt werden.
Die vollständige Studie finden Sie hier.